Judo: Ein Teddy ist Frankreichs Superstar

Alle Zehne: Teddy Riner nach seinem Triumph in Marokko

Marrakesch.  Im Moment seines Triumphes sah der gewaltige Teddy Riner für einen Moment aus, als wolle er sich ergeben. Der 2,04 Meter große Koloss streckte im Palais des Congres von Marrakesch seine riesenhaften Pranken in die Luft, Handflächen voraus, und sank auf die Knie. Doch dann lächelte er und deutete mit seinen zehn Fingern lässig an, welch famose Leistung er gerade vollbracht hatte. Bei der WM in der offenen Gewichtsklasse krönte sich der französische Judo-Superstar zum zehnten Mal zum Weltmeister. "La Decima!", jubelte die heimische Presse und adelte die Leistung des zweimaligen Schwergewichts-Olympiasiegers als "göttlich", schlicht "monumental".

Letzte Niederlage liegt schon sieben Jahre zurück

Jubelarien ist der stärkste Judoka der Geschichte gewohnt, der immense Kraft mit unglaublicher Beweglichkeit vereint. Seit 144 Kämpfen ist der 142 Kilogramm schwere Hüne unbesiegt. Seine letzte Niederlage datiert vom "Open"- Finale von Tokio im September 2010, als er umstritten gegen den Japaner Daiki Kamikawa verlor. Über sieben Jahre später genoss Riner seinen süßen Triumph. "Der zehnte Titel hat enorme symbolische Bedeutung", sagte der 28-Jährige nach dem Finalsieg, wobei ihm noch immer unaufhörlich Schweiß von der Stirn rann: "Das zehnte Gold bedeutet auch den Aufstieg in die Riege der allergrößten Sportler."

Acht seiner Titel hat er im Schwergewicht geholt, bei den unregelmäßig ausgetragenen offenen Weltmeisterschaften siegte Riner zum zweiten Mal nach 2008. "Der Chef dieser Kategorie ...

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