Jubiläums-Sieg! Vonn triumphiert auf der Kandahar

Lindsey Vonn feierte ihren 80. Weltcupsieg

Speed Queen Lindsey Vonn hat sechs Tage vor dem Start der Winterspiele in Pyeongchang mit ihrem 80. Weltcup-Sieg weiteren Schwung aufgenommen.

Die 33-Jährige aus den USA gewann am Samstag die verkürzte Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen vor Sofia Goggia (+0,02 Sekunden) aus Italien und der Österreicherin Cornelia Hütter (+0,13).

Viktoria Rebensburg (Kreuth) kam im vorletzten Rennen vor Olympia (9. bis 25. Februar) nicht über den elften Platz hinaus. 1,10 Sekunden trennten sie von Siegerin Vonn, die auch in der vergangenen Saison die Kandahar-Abfahrt gewonnen hatte.

"Das ist sehr wichtig für mich, vor Olympia in so guter Form zu sein, wunderschön", sagte Vonn. So richtig feiern könne sie wegen des schweren Sturzes ihrer Teamkollegin Jacqueline Wiles jedoch nicht. Wiles musste mit Verdacht auf eine Knieverletzung mit dem Helikopter ins Krankenhaus gebracht werden.

Fokus bei Rebensburg auf Riesenslalom

Rebensburg meinte: "Ich habe viel verloren im unteren Teil, aber ich bin eben fast zwei Monate keine Abfahrten gefahren, daher fehlt da momentan ein bisschen das Gefühl."

Der Fokus der 28-Jährigen liegt bei Olympia auf dem Riesenslalom, wo sie gleich zum Auftakt der Spiele zu den Favoritinnen zählt. Daher habe sie mit Blick auf die Abfahrten in Garmisch keine großen Erwartungen gehabt.

Patrizia Dorsch (+1,43) schloss als 19. ab, Meike Pfister (+1,80) belegte Platz 27. Kira Weidle landete mit 2,60 Sekunden Rückstand nur auf dem 34. Rang. Michaela Wenig unterliefen nach einem guten Start einige Fehler, die 25-Jährige kam von der Piste ab und musste abbrechen.

Für bange Momente sorgte ein Sturz von Jacqueline Wiles. Die für Pyeongchang qualifizierte Amerikanerin lag minutenlang auf der Piste und musste per Helikopter abtransportiert werden, sie erlitt anscheinend eine Knieverletzung.

Wetter sorgt für Probleme

Das Wetter und die Pistenverhältnisse hatten zuvor für einige Veränderungen im Weltcup-Programm gesorgt.

Die Trainings am Freitag mussten gestrichen werden, am Samstagmorgen wurde dann eines angesetzt, um überhaupt eine verkürzte Abfahrt durchführen zu können.

Diese wurde am Super-G-Start begonnen. Die Olympia-Generalprobe am Sonntag soll um 12.30 Uhr wie geplant stattfinden.