Jubiläum: Wie sieht die Zukunft von Hertha aus, Herr Gegenbauer?

Werner Gegenbauer ist seit 2008 Präsident von Hertha BSC. Seine aktuelle Amtszeit läuft bis 2020

Als der Hanne-Sobek-Platz im Wedding 2006 eingeweiht wurde, sprach Werner Gegenbauer vor einigen wenigen Leuten. Bei der Neueinweihung des Platzes am Freitag, gab es viele Besucher aus der Politik, dem Bezirk und von Hertha BSC. Das Verhältnis zur Tradition hat sich geändert. Zum 125. Jubiläum, das am 25. Juli gefeiert wird, ein Gespräch mit Hertha-Präsident Werner Gegenbauer über Tradition und Zukunft.

Berliner Illustrirte Zeitung: In der Bundesliga trifft jeder Klub auf 17 Konkurrenten. DFL-Chef Christian Seifert sagt: Für manche Vereine ist Tradition der 18. Gegner. Wie ist das bei Hertha?

Werner Gegenbauer: Wenn man mit der Vergangenheit ein Fundament hat, von dem aus man richtige Entscheidungen treffen kann, dann ist Tradition keine Belastung, sondern eine Hilfe. Eine Stärke von Tradition ist, dass wir nicht nur in der Region verbunden sind, sondern darüber hinaus Sympathisanten haben. Hertha kann sich sehr wohl damit fühlen, 125 Jahre zu sein. Themen, bei denen Tradition der 18. Gegner ist, muss man vernünftig miteinander besprechen.

Sie waren mit einer Hertha-Delegation Anfang Juli im Norden von Frankreich. Sie standen in Noyers-Pont Maugis am Grab von Max Swensen, einem Hertha-Spieler, der dort im Juni 1917 gefallen ist. Was ist Ihnen durch den Kopf gegangen?

Das war eine viertägige Reise über französische Soldatenfriedhöfe, wo derjenigen Herthaner gedacht wurde, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind. An dem besagten Friedhof war unter anderem Wolfgang Wieland dabei, der ...

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