Jubiläum: Keine Angst vor den Ärzten

Von außen hat sich das Porzer Krankenhaus kaum verändert, aber im Inneren gab es in den vergangen 50 Jahren viele Neuerungen. "Am Anfang hatten wir noch gar keine Computer, mittlerweile haben wir WLAN", sagt Sigurd Claus, Geschäftsführer des Krankenhauses Porz am Rhein. Den runden Geburtstag feierten Claus und die Ärzte, Angestellten, Patient und Nachbarn mit einem zweitägigen Fest.

Der Geschäftsführer arbeitet seit 1981 in dem Haus am Urbacher Weg und hat viele der technischen Veränderungen miterlebt. "Auf den Zimmern gab es früher nur auf Wunsch einen Fernseher, und den musste man dann mit Münzen füttern, damit ein Bild kommt", erinnert sich Claus. Heute gibt es in jedem Zimmer einen Bildschirm, und das Programm ist kostenlos.

Als das Krankenhaus am 1. Oktober 1967 seine Pforten öffnete, hatte es 536 Betten. Im ersten Jahr seines Bestehens wurden 8519 Patienten stationär behandelt. Die Menschen blieben im Schnitt 16 Tage im Haus. Mittlerweile gibt es nur noch 420 Betten, aber 2016 wurden 20 899 Patienten behandelt, die im Schnitt fünfeinhalb Tage blieben. Zählt man alle Mitarbeiter zusammen, sind heute knapp 1000 Menschen im Krankenhaus beschäftigt. Hinzu kommen 75 Schüler, die in der Krankenpflegeschule ausgebildet werden, und 18 Studenten, die ihre Praxisausbildung im Haus machen.

Pressesprecher Marc Raschke hat sogar alle Babys gezählt, die seit der Krankenhausgründung in Porz zur Welt gekommen sind: 55 383. Einen Blick in den heutigen Alltag der Ärzte konnten die Besucher des Festes unter anderem in der Anästhesie-Abteilung werfen. Michael Pakulla, Oberarzt in der Anästhesiologie, erklärte mit einer Puppe, wie Patienten vor einer Operation in die Narkose versetzt werden. "Wir können heute sogar gefahrlos 100-jährige Menschen anästhesieren", hob Chefarzt Henning Krep die Fortschritte in der Medizin hervor. Spannend für Kinder war das große begehbare Darmmodell im Garte. Die fünfjährigen Freunde Johan und Tom marschierten durch das vier Meter lange Gebilde vorbei an überlebensgroßen Geschwüren und Polypen.

Glücklicherweise haben die beiden keine Probleme mit dem Darm und mussten sich nicht näher mit möglichen Erkrankungen befassen. Trotzdem hatten sie zwei Patienten dabei, die verarztet werden mussten. In der extra eingereichten Teddy-Klinik bekamen die Stofftiere der Jungs Pflaster und Traubenzucker-Medikamente.

"Mein Hase heißt Eule, und er ist heute morgen aus dem Hochbett gefallen, deshalb muss er nun Medizin nehmen", sagte Johan. In einem Raum der Kinderklinik untersuchten und behandelten Svenja Wierschem und Maria Elbe die Plüschfreunde der Kinder. "Wir können den Kindern so die Angst vor dem Arzt nehmen, und sie werden zutraulicher", erklärte Wierschem den Sinn der Teddy-Klinik. Auch Maya war in die Sprechstunde gekommen, mit ihrer Puppe Lina. "Sie hat Fieber und muss untersucht werden", sagte die Fünfjährige. Wierschem horchte die Puppe mit ihrem Stethoskop ab und verordnete Traubenzucker....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta