Jubiläum: Die große Illusion: Die Ufa wird 100

Bitte schön desaströs: Dreharbeiten zu Fritz Langs "Metropolis", einem der größten Meisterwerke der Ufa

Es sind nur drei Buchstaben. Und die wenigsten wissen, wofür sie eigentlich die Abkürzung sind. Aber alle wissen, wofür sie stehen. Drei Buchstaben: Bei jedem läuft da ein innerer Film ab. Marlene auf dem Fass. Hans Albers auf der Kanonenkugel. Die Maschinenfrau aus "Metropolis". Siegfrieds Kampf gegen den Drachen. Drei Männer, die an einer Tankstelle "Ein Freund, ein guter Freund" schmettern. Man denkt an Stars wie Lilian Harvey, Willy Fritsch, Heinz Rühmann, Zarah Leander, Marika Rökk, Johannes Heesters, Ilse Werner. An große Regisseure wie Fritz Lang, Ernst Lubitsch, F. W. Murnau.

Und wenn man unsere Oma noch fragen könnte, was sie mit den drei Buchstaben verbände, würde sie leise "Das gibt's nur einmal, das kommt nicht wieder" vor sich hin summen, den Schlager aus "Der Kongress tanzt". Die Ufa: Das ist nichts weniger, nichts anderes als Deutschlands Hollywood, die Traumfabrik von Berlin und Potsdam, der Garant für Stars, Glamour und gute Unterhaltung.

Bild Nr. 1:
Das Nationalepos schlechthin: Langs „Die Nibelungen“ von 1924. pa / picture-alliance / KPA Honorar u

Aber auch dafür steht die Ufa: für martialische Kriegswochenschauen, für Leni Riefenstahls unsägliche Führer-Idealisierung in "Triumph des Willens", für Hetzfilme wie "Jud Süß" und Durchhalte-Epen wie "Kolberg", mit dem das Publikum noch für den totalen Krieg mobilisiert werden sollte, als schon längst alles verloren war. Die Ufa, das ist ein Januskopf. Traum- und Albtraumfabrik zugleich. Sie weckt Nostalgie und die Lust zum Träumen. Aber sie provoziert auch Empörung, Protest und Widerstand. Denn von Anfang an war die Universu...

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