Jubiläum: Abtauchen in kühle Tiefen

"Deutscher Unterwasserclub Köln" feiert das 60-jährige Bestehen

Schwerelosigkeit, Stille und das Eintauchen in eine fremde Welt - die Faszination des Sporttauchens ist für alle Wasserliebhaber leicht verständlich. In Köln hat Breitensport unter Wasser schon eine lange Tradition. Von mehreren begeisterten Tauchern gegründet, wurde 1957 der "Deutsche Unterwasserclub Köln e.V." (DUC Köln) ins Vereinsregister eingetragen und ist heute mit seinen 186 Mitgliedern nach wie vor größter Tauchclub in Köln.

In diesem Jahr wurde im Vereinsheim Merkenich das 60-jährige Bestehen gefeiert. Bilder erinnerten an vergangene Zeiten: Neben Tauchequipment aus den letzten Jahrzehnten wurden ein Film über die ersten Tauchgänge im Fühlinger See sowie alte Zeitungsartikel gezeigt. "Der Sport hat sich gewandelt, der technische Fortschritt ist enorm", so Astrid Scheer (47), die seit zwei Jahren regelmäßig beim DUC Köln auf Tauchstation geht. Außer den Tauchern gehören auch Unterwasser-Rugby-Teams zu dem Verein, die zurzeit in der Ersten Bundesliga und der Ersten Landesliga vertreten sind.

Heimisches Stammgewässer ist seit jeher der Fühlinger See. Hier gibt es mehr zu sehen, als mancher Seebesucher vom Ufer aus vermuten würde: Wer abtaucht, schwimmt mit großen Welsen, Hechten und Krebsen durch die Tiefen des bekannten Gewässers. Doch je nach Jahreszeit behindern Algen die Sicht. "Gerade im Sommer, wenn am Fühlinger See Hochbetrieb ist, wird viel Sediment aufgewirbelt. Das Wasser wird dadurch undurchsichtiger und trüber."

Deshalb hat der DUC Köln sich die exklusive Tauchgenehmigung für einen privaten Widdauner Baggersee - dort gibt es insgesamt drei Gewässer - zwischen Leverkusen und Langenfeld gesichert. Schwimmen darf die Öffentlichkeit hier nicht, der Zugang zum See bleibt ausgewählten Tauch-Vereinen vorbehalten. Diese Exklusivität wird mit klarem Wasser, einem stabilen Ökosystem und einer weitreichenden Sichtweite belohnt: Unter der Oberfläche leben hier auch Barsche, Aale, Hechte und Karpfen, die man bei einer Unterwasser-Sichtweite von etwa zehn Metern gut beobachten kann.

Um fit zu bleiben und die Routine bei einem gewissenhaften Umgang mit dem Equipment zu behalten, trainieren die Mitglieder zwei Mal pro Woche im geschützten Schwimmbad-Umfeld. "Wir treffen uns montags im Agrippabad und normalerweise samstags im Chorweilerbad, wenn dort geöffnet ist", so Scheer. Für die Tauchgänge im offenen Gewässer setzt der Verein Termine fest, mindestens einmal im Monat geht es nach Widdaun oder nach Fühlingen. "Im Sommer natürlich auch öfter." Interessierte sind eingeladen, am ersten Montag des Monats zum Schnuppertauchen im Agrippabad vorbeizuschauen. "Wir freuen uns über Neuzugänge, damit wir viele Jahre weiter bestehen können." Wer keinen Tauchschein hat, kann das Deutsche Tauchsportabzeichen Bronze für 400 Euro (335 Euro für Schüler und Studenten) beim DUC erlangen. Erfahrene Taucher können ihre Fähigkeiten auffrischen und sich zusätzlich weiterqualifizieren, zum Beispiel bei Kursen zum Nachttauchen oder zu Tauchsicherheit und Rettungsmaßnahmen. Mehr Informationen gibt es im Internet.

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