JPMorgan ist wieder die systemrelevanteste Bank der Welt

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(Bloomberg) -- JPMorgan Chase & Co. steht nun wieder alleine an der Spitze der Liste systemrelevanter globaler Banken. Der zweischneidige Titel, den der Basler Finanzstabilitätsrat (FSB) vergibt, bringt dem Institut allerdings weniger Ruhm als höhere Eigenkapitalanforderungen ein.

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Der Wallstreet-Gigant kletterte in der jährlich aufgestellten Rangliste eine Stufe nach oben und ist nun das einzige Geldhaus im vierten von fünf “Körben”, wie der FSB am Dienstag mitteilte. Die Einstufung spiegelt Größe, Vernetztheit und Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit der Banken wider.

Die Deutsche Bank AG befindet sich weiterhin in Korb 2, Credit Suisse Group AG und UBS Group AG im untersten Korb 1. Einen Korb höher kletterten außer JPMorgan auch Goldman Sachs Group Inc. und BNP Paribas SA. Der gesamte Club der Banken, die auf der FSB-Liste geführt werden, besteht aus denselben 30 Instituten wie letztes Jahr und der oberste fünfte Korb bleibt weiter leer.

Der Kapitalaufschlag, der mit den Körben verbunden ist, ist für die US-Banken faktisch allerdings eher symbolisch, da die heimische Aufsicht bereits höhere Anforderungen stellt als der FSB empfiehlt. Für JPMorgan etwa beträgt die vom FSB verordnete Zusatzquote 2,5% Kernkapital, die US-Behörden verlangen bereits 3,5%. Der Korb von BNP Paribas bringt 2% Aufschlag mit sich, der von Goldman Sachs und Deutscher Bank 1,5%.

Überschrift des Artikels im Original:

JPMorgan Returns as World’s Most Systemically Important Bank

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