JP-Morgan-Immobilienfonds kauft Ex-E.On-Zentrale in Düsseldorf

Für den alten Firmensitz des Energiekonzerns E.On in Düsseldorf ist ein Käufer gefunden. Die US-Bank JP Morgan kauft das besondere Ensemble direkt am Rheinufer.


Ein Käufer für die ehemalige Zentrale des Energieversorgers E.On am Rheinufer in Düsseldorf ist gefunden. Ein Immobilienfonds der US-Bank JP Morgan kauft das Gebäude in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen. Die Amerikaner übernehmen das besondere Gebäude ab 2018 von der abgespaltenen E.On-Tochter Uniper. Das Tochterunternehmen hat dort noch knapp 400 Mitarbeiter untergebracht. Bis Uniper im Laufe des nächsten Jahres in ein neues Gebäude am Medienhafen in Düsseldorf umzieht, wird Uniper Mieter der ehemaligen E.On-Zentrale.

Ende 2014 hatte E.On-Chef Johannes Teyssen entschieden, den Energieriesen in zwei Teile aufzuspalten. In die neue Tochter Uniper lagerte er das Geschäft mit allen fossilen Energieträgern sowie den Handel aus. Die neue E.On konzentriert sich auf erneuerbaren Energien. Gleichzeitig verlegte Teyssen den Firmensitz des Düsseldorfer Traditionsunternehmens nach Essen.

Der alte E.On-Firmensitz direkt am Rheinufer ist ein besonderes Gebäude. Die Zentrale hinter dem Ehrenhof war erst 2000 von E.On bezogen worden. Zu dem Ensemble gehört auch ein Museum, der Düsseldorfer Kunstpalast. Erbaut hatte es der renommierte Architekt Oswald Mathias Ungers. Das Museum und die Ex-Zentrale von E.On sind baulich eng miteinander verbunden. Jahrelang war E.On Sponsor der Stiftung Museum Kunstpalast. Rund eine Million Euro spendierte der Energieriese jährlich. Bis Ende 2017 läuft die Partnerschaft noch. Ob die neuen US-amerikanischen Besitzer die Partnerschaft mit der Stiftung Kunstpalast mit dem Kauf übernehmen, ist noch nicht sicher.

Die E.On-Tochter Uniper baut am Medienhafen eine neue Zentrale für ihre insgesamt rund 1600 Mitarbeiter in Düsseldorf. Uniper hatte das Immobilienunternehmen Savills mit der Vermarktung der Immobilie am E.On-Platz beauftragt.

Sie lesen eine Exklusivmeldung der WirtschaftsWoche. Mit dem WiWo-Digitalpass erhalten Sie die Ausgabe bereits am Donnerstagabend in der App oder als eMagazin. Alle Abo-Varianten finden Sie auf unserer Info-Seite.