Journalistin Katy Tur berichtet über ungewollten Kuss von Donald Trump

Nach 17-monatigem Wahlkampf wurde Donald Trump im November 2016 zum 45. Präsidenten der USA gewählt. (Bild: AP Photo)

Über ein Jahr lang begleitete die amerikanische TV-Journalistin Katy Tur Donald Trump im Präsidentschaftswahlkampf. Währenddessen verhielt er sich mehr als einmal unangemessen.

Seit er im Sommer 2015 seine Kandidatur für das Amt des US-Präsidenten verkündet hatte, machte Donald Trump mehrfach Schlagzeilen mit sexistischen Äußerungen und unangebrachtem Verhalten gegenüber Frauen. Dass er dabei auch nicht vor Pressevertreterinnen halt macht, bekam unter anderem schon die frühere Fox-News-Journalistin Megyn Kelly zu spüren. Nach einem TV-Duell 2015 sagte er über sie unter anderem: „Ihr quoll das Blut aus den Augen und woher auch immer.“

In ihrem neuen Buch „Unbelievable: My Front-Row Seat to the Craziest Campaign in American History“ berichtet nun auch TV-Journalistin Katy Tur über ihre unangenehmen Erfahrungen mit Trump. Tur, die für NBC News arbeitet, begleitete den Präsidentschaftswahlkampf des Immobilienmoguls über 500 Tage lang. In dieser Zeit nannte er sie öffentlich wiederholt abfällig „Little Katy“ und eine „drittklassige Reporterin“.

Katy Tur: Öffentliche Ereignisse und persönliche Erlebnisse

Neben öffentlichen Angriffen von Trump, der mit der US-Presse ohnehin auf Kriegsfuß steht, erinnert sich die 33-Jährige auch an einen Zwischenfall während der MSNBC-Talkshow „Morning Joe“: „Bevor ich weiß, was passiert, sind seine Hände auf meinen Schultern und seine Lippen auf meiner Wange. Meine Augen weiten sich. Mein Körper gefriert. Mein Herz steht still“, schreibt Tur. Ihre erste Reaktion: „Ich hoffe, dass die Kameras das nicht eingefangen haben. Meine Chefs werden mich niemals ernst nehmen.“

In „Unbelievable: My Front-Row Seat to the Craziest Campaign in American History“ verbindet Katy Tur die öffentlichen Ereignisse des Präsidentschaftswahlkampfs mit ihren beruflichen und privaten Erlebnissen. So schildert sie etwa, wie sie regelmäßig von Trump-Unterstützern belästigt wurde und vom Secret Service zu ihrem Auto eskortiert werden musste, nachdem Trump in einer Rede über sie sprach. Der US-Präsident schrieb am Erscheinungstag des Buchs auf Twitter: „Faszinierend zu beobachten, wie Menschen Bücher und große Artikel über mich schreiben und dennoch nichts über mich wissen und null Zugang haben. #FAKE NEWS“

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