Journalisten bei G20: BKA entzog Akkreditierungen, Polizei ignorierte Presseausweise

In 27 Fällen wird den Beamten Körperverletzung im Amt vorgeworfen.

Neun Journalisten seien  am Wochenende beim G20-Gipfel nachträglich  die  Presseakkreditierungen entzogen worden, erklärte  Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. 23 weitere, die auf der Liste gestanden hätten, seien jedoch nicht im Pressezentrum aufgetaucht.  Das sei eine Entscheidung zwischen Bundespresseamt (BPA), Bundeskriminalamt (BKA) und dem Innenministerium gewesen, sagte Seibert.

„Die  Akkreditierungen werden in einem zweistufigen Verfahren durchgeführt.  Dazu zählt einerseits die Überprüfung der Journalisteneigenschaft und andererseits eine anlassbezogene Sicherheitsüberprüfung, die vom Bundeskriminalamt durchgeführt wird“, sagte Seibert. Insgesamt hätte man 4800 Akkreditierungen ausgegeben. „Wir haben bestmögliche Arbeitsbedingungen geschaffen. Das ist uns gelungen“, sagte Seibert.

Ohne Begründung

Der Fotograf Björn Kietzmann sieht das ein bisschen anders. Er ist einer der Journalisten, dem die Presseakkreditierung entzogen wurde, als er im Pressezentrum seine Fotos hochladen wollte. „Ein BKA-Beamter erklärte mir, dass er mir die Akkreditierung entziehen müsse. Eine Begründung gab es nicht“, erzählt  Kietzmann. Bis heute habe er diese nicht bekommen, obwohl er sich beim BKA und beim  BPA danach erkundigt habe. „Ich bin baff. In einer Situation, wo die halbe Stadt verbarrikadiert ist und man...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung