Journalist aus Frankreich (32) stirbt bei Luhansk durch russischen Beschuss

Journalist aus Frankreich (32) stirbt bei Luhansk durch russischen Beschuss

Bei einer Evakuierungsaktion aus Region Luhansk ist ein Reporter aus Frankreich ums Leben gekommen. Am 30. Mai beschossen Russen in der Nähe von Sjewjerodonezk in der Ostukraine ein Auto, das Menschen aus der Region bringen sollte.

Dabei starb der französische Journalist Frédéric Leclerc-Imhoff, so der Leiter der Militärverwaltung der Region Luhansk, Serhij Hajdaj, im Messengerdienst Telegram. Nach Angaben von Hajadaj sollten mit dem gepanzerten Fahrzeug 10 Menschen aus der Region evakuiert werden. Geschosssplitter hätten die Panzerung durchbrochen, der Journalist, der eine Reportage über die Evakuierung machte, wurde am Hals tödlich verletzt. Ein Militärhelm rettete einem Polizisten das Leben, so der Militärgouverneur.

AUSSENMINISTERIN FORDERT UNTERSUCHUNG

Frankreichs Außenministerin Catherine Colonna, forderte am Montag eine „transparente Untersuchung“ des Todes von Leclerc-Imhoff, eines BFMTV-Journalisten.

Sein Tod sei „zutiefst schockierend“, so die Ministerin in einer Pressemitteilung und forderte „so schnell wie möglich eine transparente Untersuchung, um die Umstände dieser Tragödie vollständig aufzuklären“.

PRÄSIDENT "TEILT DEN SCHMERZ"

"Ich teile den Schmerz der Familie, Verwandten und Kollegen von Frédéric Leclerc-Imhoff, denen ich mein Beileid aussprechen möchte," twitterte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. "Allen, die die schwierige Aufgabe der Information in  Kriegsgebieten erfüllen, sichere ich ein weiteres Mal die bedingungslose Unterstützung Frankreichs zu."

Leclerc-Imhoff ist nach Medienberichten ("Le Point") der zweite französische Journalist, der seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine getötet wurde, nach Pierre Zakrzewski, Kameramann des Senders Fox News, der in Irpin, einem Vorort von Kiew, starb. Er ist der fünfzehnte Journalist, der seit dem 24. Februar umkam, dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine.

su mit AFP

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