Ist Joshua Kimmichs Dank an Löw ein Seitenhieb gegen Ancelotti?

Andreas Siegert
90Min

Joshua Kimmich zeigte beim Confed Cup bisher starke Leistungen im Dress der Nationalmannschaft. Den Leistungssprung erklärt der 22-Jährige mit dem Vertrauen, das er von Bundestrainer Joachim Löw erhält. Eine Spitze in Richtung Vereinstrainer Ancelotti?


Foto: Getty Images

​Joshua Kimmich trumpfte beim Confed Cup bisher groß auf. In allen vier Spielen war der Akteur vom FC Bayern München über die volle Distanz dabei und zeigte ansprechende Leistungen. Generell genießt der variable Defensivspieler in der Nationalmannschaft unter Joachim Löw großes Vertrauen. In den letzten 18 Länderspielen wurde Kimmich immer über die gesamte Spielzeit eingesetzt.

Mit diesem ihm entgegen gebrachten Vertrauen erklärt der Youngster auch seine starken Leistungen im DFB-Dress. "Wenn man einen Trainer hat, der immer auf einen setzt, dann ist es normal, dass man ein gewisses Selbstvertrauen bekommt", sagte er zu seinen letzten Auftritten für Deutschland.



​Diese Aussage kann man als pro Joachim Löw interpretieren. Möglicherweise steckt aber auch ein Seitenhieb gegen seinen Vereinstrainer Carlo Ancelotti dahinter. Auch wenn er in 28 Ligaspielen zum Einsatz kam, wurde er oftmals nur eingewechselt. In der Rückrunde absolvierte er nur vier Partien über die volle Distanz.

Auf der Position hinten rechts stellte ihn Ancelotti nur allzu selten auf. Dort wird nach dem Karriereende von Philipp Lahm aber die Bayern-Zukunft von Kimmich liegen. Angesprochen auf die Position von Kimmich, sagte der Bayern-Trainer zum Trainingsauftakt: "Kimmich spielt hinten rechts."


​Vielleicht erhält der Nationalspieler dann in der kommenden Spielzeit dann mehr Einsätze von Beginn an. Sollte er sich festspielen, kann er darauf bauen regelmäßig aufzulaufen, denn Ancelotti gilt nicht als ein Trainer, der gerne rotiert. Möglicherweise baut Kimmich in der nächsten Saison dann auch bei Bayern das Selbstvertrauen auf, das er derzeit bei der Nationalmannschaft hat