"Der richtige Mann": Schmidt löst Jonker in Wolfsburg ab

Trainer Martin Schmidt erhielt beim VfL Wolfsburg einen Vertrag bis 2019

Wenige Stunden nach der Entlassung von Andries Jonker hat der VfL Wolfsburg einen neuen Trainer präsentiert.

Der Ex-Mainzer Martin Schmidt folgt bei den "Wölfen" auf den Niederländer, der erst am Vormittag entlassen wurde. Das gab der Klub am Nachmittag bekannt und bestätigte damit entsprechende SPORT1-Informationen.

Schmidt "passt sehr gut zum VfL"

"Wir freuen uns sehr, dass wir Martin Schmidt so kurzfristig für den VfL Wolfsburg gewinnen konnten. Er ist der richtige Mann für die Aufgaben, die jetzt vor uns liegen", sagte VfL-Geschäftsführer Tim Schumacher.


Sportdirektor Olaf Rebbe ergänzte: "Wir sind davon überzeugt, dass er mit seiner Erfahrung und seinen Stärken sehr gut zum VfL passt."

Schmidt und sein voriger Klub FSV Mainz 05 hatten zum Ende der vergangenen Saison die Zusammenarbeit beendet. Seitdem war der Schweizer ohne Job. Beim VfL Wolfsburg erhielt der 50-Jährige einen Vertrag bis 2019.

"Ich musste und konnte auch nicht lange überlegen, das Cheftraineramt beim VfL zu übernehmen. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Unterschrift sind nur wenige Stunden vergangen", sagte Schmidt. "Es ist kein Geheimnis, dass der VfL vor einigen Monaten schon einmal an mir Interesse gezeigt hatte, dies aber damals für mich aus Respekt und Loyalität gegenüber Mainz 05 nicht in Frage kam."

Neuer Coach leitet Abschlusstraining

Schmidt nimmt bereits am Nachmittag seine Arbeit auf und wird am Dienstag beim Spiel der "Wölfe" gegen Werder Bremen bereits sein Debüt auf der Trainerbank feiern (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER), am Freitag (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) ist der VfL beim FC Bayern zu Gast.

Das neue Trainerteam um Chefcoach Schmidt bilden Assistenztrainer Stefan Sartori sowie die Torwarttrainer Andreas Hilfiker und Pascal Formann, Konditionstrainer Stephan Kerth und Rehatrainer Michele Putaro.

Jonker hatte die Wölfe im Februar übernommen und den Ex-Meister in der Relegation vor dem Abstieg in die Zweitklassigkeit bewahrt. Nach nur vier Punkten aus den ersten vier Spielen und vor allem ernüchternden Auftritten war der 54-Jährige zuletzt stark unter Druck geraten.


Rebbe: "Wahrnehmbare Stagnation"

"Ausschlaggebend für uns, diesen Schritt zum jetzigen Zeitpunkt zu vollziehen, waren nicht allein die jüngsten Eindrücke des Stuttgart-Spiels, sondern auch die in den zurückliegenden Wochen wahrnehmbare Stagnation in der Entwicklung unserer erst im Sommer in weiten Teilen neu formierten Mannschaft", begründete Rebbe diesen Schritt.

Am Sonntag hatte es eine Krisensitzung der Verantwortlichen ohne den Trainer gegeben.

Dies sei "eigentlich ein normaler Vorgang und nicht weiter dramatisch", sagte Rebbe zwar im NDR-Sportclub, betonte aber auch: "Wir sind daran interessiert, sehr genau hinzuschauen, was passiert im Moment. Wir stehen vor einer herausfordernden Saison und wollen einfach gut gerüstet sein."