Jones leitet Umbruch bei DFB-Frauen ein

Bundestrainerin Steffi Jones leitet Umbruch bei DFB-Frauen ein

Bundestrainerin Steffi Jones hat 37 Tage nach dem enttäuschenden Viertelfinal-Aus bei der EM-Endrunde in den Niederlanden den personellen Umbruch der Nationalmannschaft eingeleitet.

Die 44-Jährige nominierte am Dienstag drei Neulinge und weitere elf Spielerinnen mit weniger als 20 Länderspielen für den Auftakt in die WM-Qualifikation am 16. September (14.00 Uhr) in Ingolstadt gegen Slowenien. Die WM-Endrunde 2019 findet in Frankreich statt.

"Der Umbruch hatte ja schon begonnen, jetzt wird er fortgeführt. Das Ganze ist ein Prozess. Es braucht seine Zeit", sagte die 111-malige Nationalspielerin Jones, die 23 Spielerinnen berufen hat: "Noch weitere junge Spielerinnen werden mit der Zeit folgen und von den Juniorinnen hochgezogen."

Die deutschen Frauen hatten in den Niederlanden zum ersten Mal seit 1987 den Einzug in ein EM-Halbfinale verpasst. Nach dem 1:2 (1:0) gegen Dänemark hagelte es Kritik an Jones.

Dennoch sprach der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seiner Trainerin-Novizin das Vertrauen aus und verlängerte ihren Vertrag bis zur WM inklusive der Option auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit bis Olympia 2020 in Tokio.

"Wir stehen als Präsidium dazu, dass sie in ihrer Rolle als Bundestrainerin eine zweite Chance beim DFB bekommen soll", hatte DFB-Präsident Reinhard Grindel den Schritt begründet. Zuvor hatten sich die Spielerinnen des zweimaligen Welt- und achtmaligen Europameisters hinter Jones gestellt.