Jonas Deichmann nach 14-monatigem Triathlon um die Welt: "Die Menschen sind großartig!"

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"Ich hätte nie mit so etwas gerechnet, aber in Mexiko bin ich inzwischen in der Tat so etwas wie ein Popstar", sagt Jonas Deichmann im teleschau-Interview. "Das hatte Volkslauf-Dimensionen." (Bild: 2021 Medios y Media/Medios y Media)
"Ich hätte nie mit so etwas gerechnet, aber in Mexiko bin ich inzwischen in der Tat so etwas wie ein Popstar", sagt Jonas Deichmann im teleschau-Interview. "Das hatte Volkslauf-Dimensionen." (Bild: 2021 Medios y Media/Medios y Media)

Wenn über die Persönlichkeiten des Jahres gesprochen wird, darf er nicht fehlen: Extremsportler Jonas Deichmann hat die Welt rumrundet - im Triathlonmodus.

Auch wenn er fast das ganze Jahr über nicht daheim war: Extremsportler Jonas Deichmann gehört zweifellos zu den Deutschen des Jahres 2021. In Mexiko, wo sie ihn den "deutschen Forrest Gump" nennen, wird er gefeiert wie ein Popstar. Auch hierzulande war der Wahl-Münchner dieser Tage omnipräsent - schließlich kam er im November von einem Wahnsinn von einem Triathlon zurück: Er schwamm, radelte und lief praktisch einmal um die ganze Welt.

Im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau erklärte der 34-Jährige, dass er nach 14 Monaten Extrem-Weltreise durchaus eine neue Perspektive auf das Leben in Deutschland gewonnen habe. Seinen Landsleuten würde er gerne sagen, "dass sie nicht so viel streiten und lieber das Leben genießen sollen", meinte Deichmann.

Er sei in seinem jungen Leben schon in über 100 Ländern gewesen - "auch in Regionen, in denen schwere Krisen, Armut und politische Unruhen herrschten", sagte der sympathische Outdoor-Fantatiker: "Ich war im Iran und im Sudan - und ich schwöre: 99 Prozent der Menschen, die ich traf, sind fröhlich und unglaublich gastfreundlich - und gerade in den ärmsten Regionen sind die herzlichsten Menschen zu Hause." Hierzulande, so sei sein Eindruck, "zeichnen Medien und Politik oft ein verzerrtes Menschenbild - und dann lassen sich manche anstecken von einem feindseligen Klima, von Wut und Angst". Jonas Deichmanns Fazit könnte am Ende dieses bewegten Jahres kaum schöner sein: "Die Wahrheit, die ich überall auf der Welt kennenlernen durfte, lautet: Die Menschen sind großartig!"

Ende November war es soweit: Der Extremsportler Jonas Deichmann ist nach seinem 14-monatigen Triathlon um die Welt am Ziel in München angekommen. Nach 120 Ironman-Triathlons beendete der 34-Jährige seine bisher größte sportliche Herausforderung auf dem Odeonsplatz - direkt nach dem Empfang ging es zur Rasur. (Bild: Jesus Antonio Moo Yam)
Ende November war es soweit: Der Extremsportler Jonas Deichmann ist nach seinem 14-monatigen Triathlon um die Welt am Ziel in München angekommen. Nach 120 Ironman-Triathlons beendete der 34-Jährige seine bisher größte sportliche Herausforderung auf dem Odeonsplatz - direkt nach dem Empfang ging es zur Rasur. (Bild: Jesus Antonio Moo Yam)

"Ich sammle Momente"

Unter anderem ist Deichmann in den vergangenen 14 Monaten 54 Tage entlang der Adria-Küste geschwommen, er ist bei minus 20 Grad durch Sibirien geradelt und 5.000 Kilometer durch die Hitze Mexikos gerannt. Eine Tortur voller Schmerzen, Einsamkeit und Entbehrungen, würden die meisten so etwas nennen. Er nennt es ein Abenteuer. Wie es ihm ergangen ist, ist in seinem neuen Buch "Das Limit bin nur ich: Wie ich als erster Mensch die Welt im Triathlon umrundete" (Polyglott) zu lesen.

Am Ende hatte Deichmann die 120-fache Iron-Man-Distanz absolviert. "Aber es geht mir gar nicht um Zahlen", verblüffte er im teleschau-Gespräch. "Ich will nicht so viele Kilometer wie möglich abreißen, sondern ich sammle Momente. Am Ende sind es die Erlebnisse, die bleiben. Unterwegs wache ich morgens auf und weiß: Heute erlebe ich was! Das ist es, was mich antreibt." Was genau er alles erlebt hat, ist auch im Dokumentarfilm über den XXL-Triathlon Deichmanns zu sehen, der demnächst ins Kino kommt.

Der Mann hat was erlebt - und ein Buch darüber geschrieben: "Das Limit bin nur ich: Wie ich als erster Mensch die Welt im Triathlon umrundete" (POLYGLOTT Edition) ist seit Anfang Dezember erhältlich. (Bild: GU / Polyglott)
Der Mann hat was erlebt - und ein Buch darüber geschrieben: "Das Limit bin nur ich: Wie ich als erster Mensch die Welt im Triathlon umrundete" (POLYGLOTT Edition) ist seit Anfang Dezember erhältlich. (Bild: GU / Polyglott)
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