EU lehnt Großbritanniens Brexit-Angebot für Fischfang ab: Kreise

Ian Wishart, Alberto Nardelli und Ania Nussbaum
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Die Europäische Union hat die jüngsten Zugeständnisse Großbritanniens in Bezug auf das strittige Brexit-Thema Fischereirechte abgelehnt, wie zwei mit dem Vorgang vertraute Personen sagten. Das ist ein Rückschlag für die Bemühungen von Premierminister Boris Johnson, in letzter Minute doch noch ein Brexit-Handelsabkommen zustande zu bringen.

London hatte der Brüssel am Montag Zugeständnisse bei den Fangquoten angeboten, falls die EU in anderen Bereichen nachgibt, wie Bloomberg zuvor aus unterrichteten Kreisen erfahren hatte. Demnach hätte die EU die Fänge in britischen Gewässern um etwa ein Drittel reduzieren müssen. Letzte Woche hatte Großbritannien jedoch noch darauf bestanden, dass die EU eine Kürzung um 60% akzeptiert.

Die EU hatte den Verhandlungsführern am Freitag mitgeteilt, dass eine Reduzierung der Fänge um 25% das endgültige Angebot sei. Dies wäre für Länder wie Frankreich und Dänemark bereits schwer zu akzeptieren. Ursprünglich hatte Brüssel 18% vorgeschlagen.

Der Verhandlungsführer der EU, Michel Barnier, wird nach Informationen der Financial Times am Dienstag gegen 16 Uhr MEZ die Botschafter der Mitgliedstaaten über den Stand der Gespräche informieren.

Überschrift des Artikels im Original:U.K.’s Latest Brexit Offer on Fish Rejected by EU: Officials

(Ergänzt um Ablehnung des Angebots)

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