Johanniter-Stift: Das Leben soll möglichst gut enden

Pflegeheim sichert sich professionelle Unterstützung für die Pflege sterbender...

Das Pflegeheim ist für viele Menschen das letzte Zuhause. Somit wird es oft auch zum Sterbeort. Die Begleitung in der letzten Lebensphase ist für die Beschäftigten in Alten- und Pflegeheimen eine Herausforderung, die nicht einfach zu leisten ist. Deswegen hat sich das Johanniter-Stift in der Thebäerstraße professionelle Unterstützung gesichert, um optimal vorbereitet zu sein, wenn Bewohner Palliativversorgung benötigen.

Erfahrungsaustausch ist wichtig

"Das ist immer häufiger der Fall", sagt Tarik Bajja, Leiter des Johanniter.Stifts. Der Grund: Ältere Menschen bleiben so lange es geht in ihrer häuslichen Umgebung. In ein Altenheim ziehen sie erst, wenn sie auf intensive Unterstützung und Pflege angewiesen sind, die ambulant nicht mehr geleistet werden kann. Nicht selten ist eine fortschreitende Erkrankung der Grund, warum das selbstständige Leben nicht mehr möglich ist. Die durchschnittliche Verweildauer im Heim wird daher immer kürzer. Auf etwa zehn bis 20 Bewohner schätzt Bajjar die Zahl derer, die jeweils palliative Versorgung benötigen. Insgesamt verfügt das Haus über 86 Plätze.

Bei der Palliativversorgung tritt die Linderung von Schmerzen und anderen belastenden Krankheitsbeschwerden, psychischen, sozialen und spirituellen Problemen in den Vordergrund.

Eine entsprechende Weiterbildung der Mitarbeiter, die Einbindung von Ehrenamtlern, Seelsorgern und nicht zuletzt Medizinern bilden die Basis der Palliativversorgung im Johanniter-Stift. "Erfahrungsaustausch ist in diesem Bereich wichtig, um gezielt auf die besonderen Situationen und Erfordernisse eingehen zu können", sagt Stefan Diederichs vom Evangelischen Palliativnetzwerk, das bei der Entwicklung des Standards für das Ehrenfelder Johanniter-Stift zur Seite stand.

Mit Bewohnern und deren Angehörigen kann so der konkrete Bedarf abgeklärt werden, um das Sterben in der vertrauten Umgebung zu ermöglichen und unnötige Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Seelsorgerische Begleitung leisten sowohl Pfarrer Siegfried Kuttner von der evangelischen Gemeinde und Diakon Horst Eßer vom katholischen Seelsorgebereich Ehrenfeld. Ebenfalls beteiligt ist der Ökumenische Hospizdienst im Kölner Westen, dessen ehrenamtliche Sterbebegleiter stundenweise in die Einrichtung kommen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta