Johannes B. Kerner investiert in Frankfurter Gastro-Startup

Johannes B. Kerner moderiert nicht nur Kochshows im TV, sondern versucht sich auch immer wieder selbst als Gastro-Unternehmer. - Copyright: Sebastian Reuter / Getty Images
Johannes B. Kerner moderiert nicht nur Kochshows im TV, sondern versucht sich auch immer wieder selbst als Gastro-Unternehmer. - Copyright: Sebastian Reuter / Getty Images

Neun Monate nach dem Start holt sich das hessische Startup Cloudeatery einen prominenten Investor ins Boot. Der TV-Moderator Johannes B. Kerner hat einer Mitteilung zufolge Anteile an dem Ghost-Restaurant-Betreiber gekauft. Weiterhin hätten sich an der Finanzierungsrunde die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen, einige Business Angels und ein "europäisch führender Lebensmittelhandels-Konzern" beteiligt, so Mitgründer Matthias Schneider zu Gründerszene. Insgesamt sei ein niedriger siebenstelliger Betrag zusammengekommen. Die Bewertung liege nach dieser ersten Runde im hohen siebenstelligen Bereich.

Cloudeatery wurde im Sommer 2021 von Matthias Schneider und Remo Gianfrancesco gegründet. Das erste Restaurant eröffnete das Duo im Februar 2022 in Frankfurt. Schneider hat als Vice President bis 2019 die Ghost-Restaurant-Strategie von Delivery Hero vorangetrieben und arbeitete dann als Berater. Gianfrancesco ist seit 15 Jahren in der Lebensmittelbranche unterwegs, unter anderem als Einkäufer und in der Beratung. Mit Cloudeatery hat das Duo mehrere Restaurantmarken entwickelt.

Gründer entwarf Ghost-Restaurants für Delivery Hero

Der Clou: In Frankfurt und bald auch anderen deutschen Städten mietet das Startup Flächen in Einkaufszentren an, um als Offline-Restaurant sämtliche Menüs, sei es etwa italienisch oder vietnamesisch, aus einer Küche anzubieten. Bestellung und Bezahlung funktionieren per App. Die Essen können sich Kunden aber auch über externe Partner wie Wolt und Lieferando liefern lassen. Die Idee ist ein Food-Court mit minimalem Aufwand.

Für Johannes B. Kerner ist Cloudeatery nicht das erste Investment in ein Gastronomie-Projekt. Vor drei Jahren gründete der Moderator mit seiner Ex-Freundin Laura Schilling und einem Vapiano-Manager das Startup Unfucked Vegan. Ende vorigen Jahres eröffnete das Team dann ein veganes Fast-Food-Restaurant in Berlin. Geplant war eine deutschlandweite Kette mit Events unter der Marke Unfckd. Nach nur einem halben Jahr stellte das Team den Restaurantbetrieb aber wieder ein.