Jochen Schropp: Blutspende-Aktion vor laufender Kamera

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Jochen Schropp (42) möchte Blut spenden, aber das ist gar nicht so einfach. Der schwule Moderator von 'Promi Big Brother' möchte auf die Diskriminierungen aufmerksam machen, die ihn und andere betreffen.

Unglaubliche Hürden

Der Star muss nämlich über ziemliche Hürden springen, bevor es überhaupt erlaubt ist, dass er Ader lässt. "Mein Blut, das anderen das Leben retten könnte, darf ich nur spenden, wenn ich ein Jahr lang keinen Sex mit einem anderen Mann habe, nicht mal mit meinem eigenen Partner", beklagte der TV-Star in der Sendung in der Sendung 'VOXStimme'. "Ich finde das ist absurd und diskriminierend. Und ich frage mich: Wann hört diese Diskriminierung endlich auf?"

Jochen Schropp sieht keine Gründe mehr für die Diskriminierung

Der gebürtige Gießener weiß, woher das de-facto Verbot stammt - es ist die Angst, durch Blutkonserven HIV-infiziert zu werden - wie es in den 80er Jahren geschah. Aber mittlerweile sind Jahrzehnte vergangen und es gibt bessere Möglichkeiten, Blut auf Krankheiten zu überprüfen. Und da Blutkonserven gebraucht werden, schneide man sich ins eigene Fleisch, wenn man schwule Männer nach wie vor diskriminiere.

Die entsprechenden Behörden wollen nun eine Änderung herbeiführen, aber für Jochen Schropp mahlen hier die Mühlen der Bürokratie zu langsam, deshalb ließ er sich vor laufender Kamera Blut abnehmen, um auf die Misere aufmerksam zu machen und hofft auf bessere Zeiten - die hoffentlich bald kommen.

Bild: Henning Kaiser/picture-alliance/Cover Images

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