Jobcenter fordert 31.000 Euro von Hartz-IV-Empfänger – der Grund ist absurd

Veit Lindner
Immer wieder sorgen Jobcenter mit nicht nachvollziehbaren Entscheidungen für Empörung.
  • Das Dresdner Jobcenter will keine Originalbelege akzeptieren und fordert Geld zurück.
  • Der Betroffene hat dagegen geklagt – und Recht bekommen.

Viele kennen dieses Gefühl wohl vom Blick auf das eigene Konto.

Wenn immer nur etwas davon abgeht, wenn auf dem Kontoauszug die Minuszeichen die Zähne fletschen und die süßen kleinen Pluszeichen auffressen, fühlt man sich unwohl.

So ging es offenbar auch dem Jobcenter Dresden. Die Agentur wollte vielleicht einfach mal wieder etwas verdienen, statt immer nur etwas auszugeben.

► Statt Leistungen schickte es einem 44-jährigen Hartz-IV-Empfänger nämlich kurzerhand eine Rechnung über 31.000 Euro.

Vielleicht, um einfach mal den Spieß umzudrehen.

Jobcenter fordert Kopien 

Anders lässt sich kaum erklären, was der 44-Jährige laut den “Dresdner Neuesten Nachrichten” (DNN). erlebt hat. Denn die Begründung des Jobcenters ist so absurd, dass sie auch das Sozialgericht Dresden nicht durchgehen ließ.

Mehr zum Thema: Jobcenter vor Gericht: Existenzsicherung gibt es nur auf dem Klageweg

Geklagt hatte der Leistungsempfänger, ein selbständiger Bauingenieur, der mit seinem Beruf so wenig verdient, dass er sein Gehalt durch Hartz IV aufstocken muss. 700 Euro pro Monat gab es dafür monatlich vom Jobcenter Dresden.

 

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