Jessy Wellmer: So frech und ironisch ist das neue Gesicht der "Sportschau"

Die Moderatorin Jessy Wellmer moderiert ab 19. August die „Sportschau“ in der ARD

Berlin.  Als Moderator Jörg Thadeusz zum großen Rundumschlag ansetzt, nimmt die Präsentation der Neuen so langsam Fahrt auf: "Fußball", sagt er, "ist doch der konservativste, wenn nicht gar der reaktionärste Teil unseres modernen Lebens. Homosexualität gibt es da gar nicht. Und Frauen tauchen nur als Staffage auf."

"Ja", antwortet Jessy Wellmer, die neue Moderatorin der Sonnabendsausgabe der ARD- "Sportschau", "für viele ist Fußball ein heterosexueller Jungensport. Aber seit 2006, seit dem Sommermärchen hat sich einiges getan. Bibiana Steinhaus pfeift als erste Frau in der Bundesliga. Ich werde als zweite Frau die Sonnabends-,Sportschau' moderieren. Und bestimmt wird es demnächst einen zweiten und dritten Thomas Hitzlsperger geben, der sich als schwul outet. Ich jedenfalls moderiere gern Fußball für dich, deine Frau und eure schwulen Freunde."

Da hat die 37-Jährige, assistiert von Thadeusz, mal eben so in einige der empfindlichsten Problemzonen des deutschen Volkssports Nummer eins gepiekt. Denn der Fußball ist ja tatsächlich nach wie vor eine Domäne des einfachen, nicht sonderlich politisch korrekten Mannes. Eine Frau, die sonnabends die "Sportschau" moderiert, das Hochamt des deutschen Fußballfernsehens, ist folglich nach wie vor keine Selbstverständlichkeit.

Acht Jahre dauerte die Suche nach der Lierhaus-Nachfolge

Das sieht man auch daran, dass der RBB, der Heimatsender der Jessy Wellmer, für deren Präsentation eine VIP-Loge im Berliner Olympiastadion angemietet hat und sie von keinem ...

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