Jerome d'Ambrosio schließt Comeback als Rennfahrer aus

Markus Lüttgens
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Mit 34 Jahren soll als Rennfahrer endgültig Schluss sein. Das behauptet Jerome d'Ambrosio. Der Belgier hatte Ende Oktober überraschend seinen Helm an den Nagel gehängt und will diese Entscheidung auch nicht revidieren, sollte spontan in der Formel E Not am Mann sein.

"Ich bin ein sehr pragmatischer Mensch. Wenn ich sage, dass ich zurücktrete, dann trete ich zurück", so d'Ambrosio gegenüber 'The Race'. "Das Leben geht weiter, und ich bin sehr gespannt darauf, nun etwas anderes zu machen, eine Rolle im Team zu spielen", so der Belgier.

Diese neue Rolle ist die des stellvertretenden Teamchefs bei Venturi. In dieser Funktion wird d'Ambrosio als rechte Hand von Teamchefin Susie Wolff agieren und will den Rennstall aus Monaco in der Formel E weiter nach vorne bringen.

"Ich will mein Wissen und meine Erfahrung dazu nutzen, gute Ergebnisse zu erzielen - jetzt halt in einem anderen Bereich", sagt d'Ambrosio.

Seinen ersten Einsatz in der neuen Position hat der Belgier in diesem Monat bei einem Privattest auf dem Circuit Mallorca, den Venturi zusammen mit Mercedes absolvieren wird. Venturi ist Kundenteam des deutschen Herstellers.

Bei diesem Test sieht sich d'Ambrosio aber noch mehr in der Rolle des Lehrlings. "Für mich wird es darauf ankommen, die Jungs kennenzulernen, zu sehen, wie sie arbeiten und zu lernen", sagt er. "Es ist eine neue Rolle, und das Wichtigste ist für mich im Moment zuzusehen und zu lernen. Ich muss verstehen, wie das Team funktioniert."

D'Ambrosio, der 2011 und 2012 20 mal in der Formel 1 gestartet war, war seit der ersten Formel-E-Saison 2014/15 Stammfahrer in der Elektro-Rennserie. In den ersten vier Saisons ging er für Dragon an den Start, anschließend war er zu Mahindra gewechselt. In sechs Saisons gewann d'Ambrosio drei Rennen und stand insgesamt neunmal auf dem Podium.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.