Jeremy Irons wird 70: Zwischen Oscar-Ruhm und Trash-Streifen

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70 Jahre hat der Brite Jeremy Irons inzwischen auf dem Star-Buckel. 40 davon als Charakterschauspieler und liebender Ehemann.

Wenige Hollywood-Stars, denen das Prädikat Charakterdarsteller verliehen wurde, tragen diesen Titel so zu Recht wie Jeremy Irons. In seiner über 40 Jahren andauernden Karriere hat Irons, der am 19. September seinen 70. Geburtstag feiert, schon die verschiedensten Persönlichkeiten auf der Leinwand zum Leben erweckt. Und das war einmal oscarwürdig, sehr oft preisverdächtig - und mitunter auch Trash in Reinkultur.

Der Weg zum Goldjungen

Als Jeremy John Irons auf der britischen Insel Wight das Licht der Welt erblickte, sprach wenig für seine spätere Karriere. Hausfrau und Buchhalter waren die Tätigkeiten, die seine Eltern Barbara und Paul betrieben. Von seinem Plan, sich als Tierarzt den Lebensunterhalt zu verdienen, nahm er jedoch frühzeitig Abstand. Stattdessen ging es für ihn in den 70er Jahren ins Fernsehen und auf Theaterbühnen.

Erste große Beachtung konnte er aber erst 1988 in David Cronenbergs (75) Horrorfilm "Die Unzertrennlichen" erlangen, in dem er die Doppelrolle von Zwillingsbrüdern schlüpfte, die optisch gleich, charakterlich aber grundverschieden sind. Im Jahr 1991 dann sein bislang größer Erfolg: Für "Die Affäre der Sunny von B." gab es nicht nur einen Golden Globe, sondern auch einen Oscar als bester Hauptdarsteller.

Ein guter Bösewicht

Mit "Das Geisterhaus" an der Seite von Größen wie Meryl Streep (69), Glenn Close (71) und Winona Ryder (46) hatte Irons 1993 den nächsten Erfolg bei den Kritikern. Vor allem seine zwielichtigen oder gerade heraus bösen Charaktere blieben danach besonders in Erinnerung. Etwa als Mastermind Simon Gruber, der Gegenspieler von Bruce Willis (63) und Samuel L. Jackson (69) im dritten "Stirb langsam"-Teil. Im englischen Original von "Der König der Löwen" sprach er zudem den diabolischen Löwen Scar.

Aber nicht immer bewies Irons ein gutes Händchen bei der Rollenauswahl. Alleine bei dem Begriff Videospiel-Verfilmung hätten die Alarmglocken läuten sollen, nichtsdestotrotz nahm er den Part als Schurke in "Dungeons & Dragons" an und spielet sich dabei regelrecht die Schauspielfinger wund. Das hielt ihn 2016 aber nicht davon ab, auch in der Spiele-Umsetzung "Assassin's Creed" mitzuwirken.

Und auch vor den ganz großen Comic-Blockbustern verwehrte er sich nicht. In den DC-Filmen "Batman v Superman" und "Justice League" schlüpfte er als Nachfolger von Michael Caine in die Rolle des Batman-Butlers Alfred. Seinen bislang letzter Kinoauftritt legte er an der Seite von Jennifer Lawrence in "Red Sparrow" hin.

Lange Liebe

Fast so lange wie seine Filmkarriere währt übrigens Irons Ehe mit der Schauspielerin Sinéad Cusack. Seit 28. März 1978 und somit etwas über 40 Jahre sind die beiden verheiratet, die zwei Söhne Max und Sam entsprangen ihrer Liebe. Neben dem runden Geburtstag durfte sich der Mime in diesem Jahr also auch schon über die Rubinhochzeit freuen.

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