Jens Spahn: "Keine weiteren Beschränkungen für Geimpfte und Genesene"

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Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich im
Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich im "ZDF-Morgenmagazin" für ein Ende der Inzidenz als Maßstab ausgesprochen. (Bild: ZDF)

Seit Montag gilt bundesweit die neue 3G-Regel. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss von nun an einen negativen Test vorweisen, um öffentlich zugängliche Innenräume betreten zu dürfen. Im ZDF-"Moma" sprach Gesundheitsminister Jens Spahn nun über das weitere Vorgehen.

Fast 60 Prozent der Menschen in Deutschland sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Für die restlichen 40 Prozent gilt ab heute vielerorts: Wer kein negatives Testergebnis vorweisen kann, muss draußen bleiben. Im "ZDF-Morgenmagazin" hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nun erneut dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen - und dabei auch eine dritte Impfdosis für all diejenigen empfohlen, die durch die Erkrankung besonders gefährdet sind.

"Wir haben zu Beginn des Jahres schmerzhaft gesehen, wie brutal dieses Virus in den Pflegeheimen zugeschlagen hat, und wir haben gleichzeitig gesehen, wie sehr diese Impfungen helfen. Also gerade für diese besonders Verwundbaren gibt es jetzt die Auffrischimpfung", erklärte Spahn im Gespräch mit "Moma"-Moderator Mitri Sirin. Organisatorisch sei dies kein Problem, "weil wir genug Impfdosen haben", so der CDU-Mann weiter.

"Die Inzidenz hat ausgedient"

Wer einen vollständigen Impfschutz habe oder genesen sei, müsse keine neuen Regelungen fürchten, versprach Spahn außerdem: "Für Geimpfte und Genesene wird es keine weiteren Beschränkungen geben." Düstere Aussichten prognostizierte er hingegen alle anderen: "Jeder nicht Geimpfte wird sich im Herbst und Winter mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit anstecken."

Wichtig sei dabei vor allem, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Aus diesem Grund müsse man sich nun auch von der 7-Tage-Inzidenz abwenden, erklärte Spahn: "Die 50er-Inzidenz im Gesetz hat ausgedient. Die galt für ungeimpfte Menschen. Mein Vorschlag ist, diesen Wert zügig aus dem Gesetz zu streichen." Stattdessen müsse man von nun an ein neues Prinzip verfolgen: "Der neue Parameter ist dann die Hospitalisierung, also die Zahl der COVID-19-Patienten, die ins Krankenhaus zur Behandlung aufgenommen werden."

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