Jens Riewa bei «The Masked Singer» enttarnt

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Köln (dpa) - Guten Abend, meine Damen und Herren, hier spricht die Chili: «Tagesschau»-Chefsprecher Jens Riewa ist als erster Prominenter bei der Musik-Show «The Masked Singer» enttarnt worden.

Chili mit Glubschaugen

Der 58-Jährige steckte im Kostüm einer riesigen Chili-Schote. Da er zum Auftakt der neuen Staffel der ProSieben-Sendung aber zu wenige Stimmen der Zuschauer erhielt, musste er seine feurige Maske, zu der auch zwei verrückte Glubschaugen gehörten, ablegen. Fröhlich war der Nachrichtensprecher, den man eigentlich nur sehr korrekt gekleidet kennt, dennoch. «Das ist ja das Geheimnis dieser Show: Einfach mal die kleine Sau rauszulassen», sagte Riewa. «Oder die scharfe Chili.»

Dass sich der gebürtige Brandenburger unter dem farbenfrohen Kostüm befand, war eine kleine Überraschung. Musiker Rea Garvey (48) im Rateteam ließ den Namen nach dem Auftritt der Chili mit dem Lied «Can You Feel It?» von den Weather Girls zwar kurz fallen, verfolgte den Gedanken aber nicht weiter. Er tippte am Ende auf Komiker Michael Mittermeier (55). Seine Kollegin Ruth Moschner (45) glaubte einen französischen Akzent erkannt zu haben. Sie tippte dann aber auf den deutschen Fernsehkoch Horst Lichter (59), was auch falsch war.

Zur Erinnerung: Bei «The Masked Singer» treten Promis als Sänger auf, verstecken ihre wahre Identität aber hinter einer aufwändigen Kostümierung. Die Stars werden enttarnt, sobald sie nicht genügend Stimmen bekommen oder ganz am Ende gewinnen. Nun begann die fünfte Staffel der ProSieben-Show - erstmals läuft sie an einem Samstag. Der Auftakt lockte 2,96 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme (Marktanteil 11,3 Prozent).

Riewa: Zehnmal mehr Lampenfieber

«Ich hatte Lampenfieber zehnmal mehr, als vor einer 20-Uhr-"Tagesschau"», gab Riewa zu. Akribisch hatte er die Auftritte vorbereitet und nach eigenen Angaben stolze 16 Lieder eingeübt. In Amerika bestellte er sich für 1200 Dollar eine schalldichte Kabine, um ungestört singen zu können - und auch ansonsten wurden viele Möglichkeiten ausgeschöpft. «Ich habe sämtliche Nachtschichten der "Tagesschau" genutzt, um in Abstellkammern oder sonst wo, wo nie ein Mensch vorbei kommt, zu singen», berichtete Riewa. Freilich: Es brachte nichts. In der finalen Abstimmung verlor er gegen ein toupiertes Stinktier, einen Hammerhai und einen gebrechlichen Teddy.

Wie Riewa zugab, passte die Chili-Kostümierung privat auch eigentlich gar nicht so gut zu ihm. «Ich bin in meinem privaten Umfeld berühmt dafür, dass ich null scharfes Essen vertrage», sagte er. «Aus einem einfachen Grund: Ich bekomme stundenlange Schluckauf-Anfälle.» Für jemanden, der von Beruf Sprecher ist, sei das eher ungünstig. Auch sei das erste Hineinschlüpfen in das enge Kostüm nicht leicht gewesen - aus wirklich ernsten Gründen. «Als ich das erste Mal anprobiert habe, habe ich eine Panikattacke bekommen», sagte Riewa. Vor Jahren habe er mal einen Autounfall gehabt, bei dem er eingeklemmt worden sei. Kurz habe er daran gedacht, «Masked Singer» wieder abzubrechen.

Judith Rakers machte es vor

Im Kollegium der ARD-Nachrichtensendung wächst mit ihm nun abermals der Erfahrungsschatz an Undercover-Teilnahmen an der ProSieben-Show. In der vergangenen Staffel machte bereits «Tagesschau»-Sprecherin Judith Rakers mit, die in einem flauschigen Küken-Kostüm steckte.

«Wir sind natürlich ein bisschen ausgehungert», sagte Riewa über die Lust an Unterhaltung bei ihm und seinen Kollegen - zu denen früher ja auch Jan Hofer (69) gehörte, der nach seinem Ausscheiden bei der «Tagesschau» in der RTL-Tanzshow «Let's Dance» anheuerte. Die Nachrichtensendung habe einen strengen Rahmen, sagte Riewa. Das sei aber auch ihr Erfolgsgeheimnis - die verlässliche, schnörkellose Information. Um Erlaubnis für eine Teilnahme an «Masked Singer» habe er nicht gefragt. «Ich hätte es mir auch nicht verbieten lassen.»

Singendes Axolotl und Disco-Raupe

Zu den Hinguckern der neuen Staffel zählen nun noch ein Mops, der wie der Liebesgott Amor gekleidet ist, ein singendes Axolotl - auch bekannt als mexikanischer Schwanzlurch - und eine Mülltonne, in der ein pelziges Wesen haust, das Mülli Müller genannt wird. Zudem macht eine Disco-Raupe mit, bei der Ruth Moschner mutmaßte, es könne sich um Musikstar Helene Fischer (37) handeln, die fast bei jeder Staffel genannt wird, aber noch nie dabei war. «Ich glaube, die Helene ist beschäftigt», sagte Rea Garvey. «Aber man weiß nie.»

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