Jens Lehmann sorgt mit Spruch über Dennis Aogo für Rassismus-Eklat

(stk/spot)
·Lesedauer: 2 Min.
Jens Lehmann hat sich mit seinen Aussagen über Dennis Aogo nicht nur bei Hertha BSC Berlin ins Aus geschossen. (Bild: imago images/Team 2)
Jens Lehmann hat sich mit seinen Aussagen über Dennis Aogo nicht nur bei Hertha BSC Berlin ins Aus geschossen. (Bild: imago images/Team 2)

Eine private WhatsApp-Nachricht, die Jens Lehmann (51) an Sky-Experte Dennis Aogo (34) verschickte, hat einen Rassismus-Eklat um den ehemaligen Fußball-Nationaltorhüter ausgelöst und ihn bereits seinen Job bei Hertha BSC Berlin gekostet. Aogo hatte die Nachricht, in der er von Lehmann als "Quotenschwarzer" von Sky bezeichnet wird, in seiner Instagram-Story veröffentlicht und mit den Worten kommentiert: "WOW dein Ernst @jenslehmannofficial? Die Nachricht war wohl nicht an mich gedacht."

Dass die Nachricht wirklich von ihm stammte, bestätigte Lehmann schon auf seinem offiziellen Twitter-Account, auf dem er ausführt: "In einer privaten Nachricht von meinem Handy an Dennis Aogo ist ein Eindruck entstanden, für den ich mich im Gespräch mit Dennis entschuldigt habe. Als ehemaliger Nationalspieler ist er sehr fachkundig und hat eine tolle Präsenz und bringt bei Sky Quote."

Dieser Inhalt stammt von einem Drittanbieter. Um diesen anzuzeigen, müssen Sie Ihre Datenschutzeinstellungen ändern.
Dazu hier klicken.

Gegenüber der "Bild"-Zeitung führte er seine Erklärung für die Nachricht noch weiter aus und behauptet, dass sie gar "positiv" gemeint war: "Da er als Sky-Experte fachkundig ist und in seinem Auftreten sehr stark. Und deshalb auch die Quote erhöht. Das wollte ich damit sagen, aber war von mir unglücklich ausgedrückt."

Seinen Job ist er schon los

Unabhängig von Lehmanns Erklärungsversuchen reagierte sein Arbeitgeber umgehend, wie mehrere Medien berichten. "Der Vertrag von Jens Lehmann wird mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Damit entfällt auch das Mandat im Aufsichtsrat" von Hertha BSC Berlin, wird Andreas Fritzenkötter, Sprecher des Club-Investors Tennor, von "Welt" zitiert. Dessen Aussagen seien "mit den Grundsätzen von Tennor und [Firmengründer, Anm. d. Red.] Lars Windhorst nicht vereinbar - erst recht vor dem Hintergrund, dass wir viele Colourpeople als Mitarbeiter haben."

Auf der offiziellen Seite von Hertha BSC Berlin wird diese Entscheidung begrüßt. Dort heißt es: "Solche Einlassungen entsprechen in keiner Weise den Werten, für die Hertha BSC steht und sich aktiv einsetzt. Wir distanzieren uns von jeglicher Form des Rassismus und begrüßen den Schritt der TENNOR Holding."

Dieser Inhalt stammt von einem Drittanbieter. Um diesen anzuzeigen, müssen Sie Ihre Datenschutzeinstellungen ändern.
Dazu hier klicken.

Auch eine überwältigende Mehrheit an Twitter-User kauft Lehmann seinen Entschuldigungsversuch nicht ab und hatte ein umgehendes Handeln vom Hauptstadtclub gefordert. Außerdem wird kritisiert, dass Lehmans Entschuldigung im Grunde gar keine sei. Eine der Fragen im Netz: "Tut dir leid, was du gesagt hast oder, dass du erwischt wurdest?"