Jens Lehmann: "Henry war der beste Spieler der Welt"

Jens Lehmann spielte in seiner Karriere mit vielen Stars zusammen. Henry hebt er besonders hervor – und erklärte, wie es zur Majestätsbeleidigung kam.

Jens Lehmann, Ex-Torhüter des DFB-Team und des FC Arsenal, findet, dass Thierry Henry einst der beste Spieler auf der Welt war. Außerdem erzählte der 48-Jährige von einer besonderen Situation zwischen den beiden im Training der Gunners.

"Über die Jahre hatte ich das Glück, mit vielen sehr guten Fußballern zusammenspielen zu dürfen – unter anderem Olaf Thon, Andi Möller und Lothar Matthäus", schreibt Lehmann in seiner bald erscheinenden Autobiographie, von der Omnisport bereits exklusive Auszüge vorliegen. "Aber am Ende war es Thierry Henry, der mich am meisten beeindruckt hat."

"Offensichtlich hatte ich Majestätsbeleidigung begangen"

Henry spielte von 1999 bis 2007 bei den Nordlondonern, Lehman stieß 2003 dazu und blieb bis 2008 ein Gunner. Für den Torhüter war "Thierry Henry während seiner Arsenal-Jahre der beste Spieler in der Welt."

Vor allem aufgrund "seiner Geschwindigkeit und seiner spektakulären Spielweise auf dem Platz", bewunderte Lehmann den französischen Nationalspieler, der von 2003 bis 2006 dreimal hintereinander Torschützenkönig der Premier League wurde.

Die gemeinsame Zeit der beiden beim FC Arsenal startete mit einem kleinen Zwischenfall. "In einem meiner ersten Trainingsspiele war ich mit Henry in einem Team. Als er dann denn Ball verloren hat, habe ich das getan, was ich immer getan habe. Ich rief: 'Hey Thierry! Lauf, hol den Ball. Hol ihn Dir!"

Eine Aktion, die beim Angreifer offenbar nicht besonders gut ankam: "Henry, der aufgrund seiner Fähigkeiten bereits einen besonderen Status in England genoss, hob seinen Kopf und beleidigte mich auf Französisch. Offensichtlich hatte ich Majestätsbeleidigung begangen", erklärte Lehmann weiter.  Er betonte aber auch, dass er später ein sehr gutes Verhältnis zum Weltmeister von 1998 gepflegt habe.