Lebensbedingungen in Puerto Rico nach Hurrikan verschlechtern sich dramatisch

Nach dem Hurrikan "Maria" verschlechtern sich die Lebensbedingungen in Puerto Rico mit jedem Tag: Es gibt kaum noch Lebensmittel oder Treibstoff, die Telefonverbindungen sind zusammengebrochen. Vor den Geschäften stehen Menschen stundenlang Schlange

Nach dem Hurrikan "Maria" verschlechtern sich die Lebensbedingungen in Puerto Rico mit jedem Tag: Es gibt kaum noch Lebensmittel oder Treibstoff, die Telefonverbindungen sind zusammengebrochen. Vor den Geschäften stehen die Menschen stundenlang Schlange in der Hoffnung, Lebensmittel zu ergattern. Viele müssen mit leeren Händen nach Hause gehen, wenn sie es nicht vor dem Beginn der nächtlichen Ausgangssperre bis in den Laden schaffen. US-Popstar Jennifer Lopez kündigte am Sonntag (Ortszeit) eine Millionenspende für die Hurrikanopfer an.

Der Manager des "Marriott"-Hotels in Puerto Ricos Hauptstadt San Juan warnte am Sonntag, das Hotel müsse geräumt werden, falls er nicht schnellstens Diesel für den Stromgenerator auftreiben könne. Auf der gesamten Insel sind die Straßen mit Trümmern und umgestürzten Bäumen übersät und kaum befahrbar. Das Stromnetz ist zusammengebrochen, die Reparaturarbeiten dürften Monate dauern.

"Maria" war vergangene Woche mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Stundenkilometern über die Karibik hinweggefegt. Mindestens 33 Menschen kamen ums Leben, davon 13 in Puerto Rico.

Die als Kind puertoricanischer Einwanderer in New York geborene US-Popsängerin Jennifer Lopez kündigte am Sonntagabend zum Auftakt einer Spendenaktion an, eine Million Dollar (knapp 840.000 Euro) für die Opfer des Hurrikans bereitzustellen. "Dies war der stärkste Hurrikan seit fast 20 Jahren, der Puerto Rico getroffen hat, und die Schäden sind schrecklich", sagte Lopez am Sonntag während einer Pressekonferenz mit New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo.

Lopez beteiligt sich an einer Initiative des Bundesstaats New York, mit der das US-Außengebiet unterstützt wird. Cuomo hatte Puerto Rico vor zwei Tagen besucht und erste Lebensmittelspenden mitgebracht.