Jemens Hauptstadt Sanaa von Reihe von Luftangriffen erschüttert

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Gefechte in Sanaa Anfang Dezember

Jemens Hauptstadt Sanaa ist am Montag nach Angaben von Augenzeugen von einer Reihe von Luftangriffen erschüttert worden. Wie Bewohner der Stadt und eine Quelle am internationalen Flughafen von Sanaa berichteten, wurden bei den Angriffen offenbar Ziele in der Nähe des Airports und des Innenministeriums attackiert.

Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition ist die einzige Konfliktpartei, von der bekannt ist, dass sie Luftangriffe auf Sanaa fliegt. Ein Sprecher der Koalition war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Bewohner berichteten überdies, dass sich die Kämpfe zwischen den ehemals verbündeten Anhängern von Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh und den schiitischen Huthi-Rebellen auf Gebiete außerhalb von Sanaa ausgeweitet hätten. Stammesangehörige in Salehs Heimatstadt Sanhan südlich der Hauptstadt berichteten von heftigen Gefechten in der Nacht zum Montag.

Saleh und Huthi-Chef Abdul Malik al-Huthi waren jahrzehntelang verfeindet gewesen, bis sie sich gegen den sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi verbündeten. Zuletzt hatte das Bündnis jedoch Risse bekommen, was Ängste vor einer neuen Front in dem Konflikt schürte. Bis Sonntag wurden allein bei Kämpfen in Sanaa rund 60 Menschen getötet. Am Samstag erklärte sich Saleh zu Gesprächen mit Saudi-Arabien bereit, welches Hadi unterstützt. Die Huthi-Rebellen reagierten erbost.