Jemen: Militärkoalition lässt Hilfslieferungen zu

Die Militärkoalition unter Leitung Saudi-Arabiens will wieder Hilfslieferungen an die notleidende Bevölkerung im Jemen zulassen. Der Ankündigung zufolge sollen Transporte von Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs über den Hafen in Hodeidah sowie über den Flughafen in Sanaa ermöglicht werden. Die Vereinten Nationen fordern bereits seit Tagen die Aufhebung der Blockade, die von dem Militärbündnis als Reaktion auf eine auf Riad abgefeuerte Rakete eingesetzt worden war.

Jamie McGoldrick, der bei den Vereinten Nationen für die Koordinierung von Hilfslieferungen an Jemen zuständig ist, erläutert: „Es gab gerade erst einen Cholera-Ausbruch mit 900.000 Fällen, gleichzeitig besteht die Gefahr, dass sieben Millionen Menschen Hunger leiden müssen. Diese Menschen leben unter sehr prekären Gegebenheiten. 21 von 27 Millionen Menschen können kaum ein normales Leben führen, sie sind auf Hilfe angewiesen. Sieben Millionen sind von unserer Essensversorgung abhängig, weitere vier Millionen von dem Wasser, das wir liefern.”

Die Koalition unter saudischer Führung bekämpft im Jemen die schiitischen Huthi-Rebellen. Unter dem Krieg leidet vor allem die Zivilbevölkerung. Nach Angaben der Vereinten Nationen droht in dem Land eine Hungersnot ungeheuren Ausmaßes mit Millionen Todesopfern.