Jemen: Hochrangiger Aufständischer und 20 Hochzeitsgäste getötet

Bei einem Luftangriff auf eine Hochzeitsgesellschaft im Nordwesten des Jemen sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Es könnte auch viel mehr Opfer gegeben haben. Zahlreiche Menschen wurden verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

Im seit 2015 andauernden Krieg im Jemen wurden insgesamt mehr als 10.000 Menschen getötet. Hunterttausende sind auf der Flucht, zudem gibt es eine Cholera-Epidemie.

Die UNO hat eine Aufklärung dieses Angriffs gefordert. Beobachter sagen, es gebe auffällig viele Angriffe auf Familienfeiern wie Hochzeiten.

Der Iran - der in dem Konflikt im Jemen die Aufständischen unterstützt - spricht von der Verletzung humanitärer Prinzipien.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass der höchste politische Vertreter der aufständischen Houthi ebenfalls bei einem Luftschlag der von Saudi-Arabien angeführten Militärallianz ums Leben gekommen ist. Saleh al-Sammad sei bereits am Dienstag der vergangenen Woche in der Provinz Hodeida getötet worden, teilten die Rebellen jetzt mit.

Saleh al-Sammad stand auf der Liste der 40 Aufständischen, für die Saudi-Arabien im vergangenen Jahr ein Kopfgeld von insgesamt mehr als 400 Millionen Euro ausgesetzt hatte.

Saudi-Arabien unterstützt die international anerkannte Regierung des Landes im Kampf gegen die Huthi-Rebellen, die die Haupstadt Sanaa sowie weite Teile im Norden des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht haben.