Jeff Bridges kennt Sorgen der Menschen in den kalifornischen Brandgebieten genau

Hollywood-Star Jeff Bridges kennt die Sorgen der aus den kalifornischen Waldbrandgebieten geflüchteten Menschen genau - aus eigener leidvoller Erfahrung

Hollywood-Star Jeff Bridges kennt die Sorgen der aus den kalifornischen Waldbrandgebieten geflüchteten Menschen genau - aus eigener leidvoller Erfahrung. Anfang der 90er Jahre sei sein Haus abgebrannt, sagte er in Beverly Hills im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. "Ich habe mein Haus bei einem Feuer in Malibu verloren, es ist abgebrannt", erzählte der 67-jährige Oscar-Gewinner.

Seine Frau Sue habe drei Mal ihr gemeinsames Haus im kalifornischen Santa Barbara wegen Feuergefahr verlassen müssen, sagte Bridges. Weil er bei Dreharbeiten gewesen sei, habe er ihr nicht dabei helfen können. "Das ist ein Riesen-Ding, alles da herauszuholen", lobte der Schauspieler den Einsatz seiner Frau.

Vor fünf Jahren seien rund 160 Hektar Land seiner Ranch im US-Bundesstaat Montana niedergebrannt, sagte der US-Schauspieler. Wie schwierig der Kampf gegen das Feuer ist, habe er auch erlebt, als er - bewaffnet mit einer Schaufel - einem Freund bei der Rettung seines Anwesens vor den Flammen geholfen habe.

Wegen des Klimawandels rechne er mit immer häufigeren Waldbränden, sagte Bridges. "Gott sei Dank haben wir diese Jungs, deren Job und Leidenschaft es ist, sie zu bekämpfen." Bridges spielt in seinem neuen Film "Only the Brave" einen von vielen Feuerwehrmännern, die 2013 im Bundesstaat Arizona gegen einen schrecklichen Brand gekämpft hatten. Nur einer der 20 Elite-Feuerwehrmänner vor Ort überlebten den damaligen Einsatz.

Bei den jüngsten Waldbränden nördlich von San Francisco waren in den vergangenen Tagen nach jüngsten Angaben 42 Menschen ums Leben gekommen. Zehntausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen, mehr als 5000 Gebäude brannten nieder. Zuletzt machten die Löscharbeiten dank des Einsatzs zusätzlicher Feuerwehrmänner gute Fortschritte.