Wird Jeff Bezos jetzt zum Umweltaktivisten? Beim Klimagipfel berichtet der Amazon-Gründer, wie sein Raumflug seinen Blick auf die Erde verändert hat

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Jeff Bezos sagte, seine Reise an den Rand des Weltraums zu Beginn dieses Jahres habe ihm eine neue Perspektive auf den Planeten gegeben.

In seiner Rede am Dienstag auf der jährlichen Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP26) in Glasgow beschrieb Bezos den Blick auf die Erde von Bord des Raumschiffs New Shepard seines Raumfahrtunternehmens Blue Origin aus, das Bezos und drei weitere Passagiere im Juli zu seinem ersten bemannten Raumflug in den Himmel brachte.

"Mir wurde gesagt, dass der Anblick der Erde aus dem Weltraum die Linse verändert, durch die man die Welt betrachtet. Aber ich war nicht darauf vorbereitet, wie sehr das zutreffen würde", sagte Bezos. "Wenn man von dort oben auf die Erde zurückblickt, erscheint die Atmosphäre so dünn, die Welt so endlich und so zerbrechlich." Bezos fügte hinzu, dass "wir alle gemeinsam für den Schutz unserer Welt eintreten müssen".

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Am Montag verkündete Bezos folglich, zwei Milliarden US-Dollar (1,7 Milliarden Euro) über seinen Wohltätigkeitsfonds Bezos Earth Fund spenden zu wollen. Das Geld solle dazu verwendet werden, um die Nahrungsmittelversorgung auf dem afrikanischen Kontinent und den USA nachhaltiger zu gestalten und erodierte Landschaften wiederherzustellen. Er bezeichnete die Abholzung der Wälder als "eine tiefgreifende und dringende Gefahr für uns alle" und sagte, dass in vielen Teilen der Welt "die Natur bereits von einer Kohlenstoffsenke zu einer Kohlenstoffquelle wird".

Bezos gründete den Earth Fund im Februar 2020. Der Zehn-Milliarden-Dollar-Fonds vergibt Zuschüsse an Einzelpersonen und Organisationen, die sich für die Erhaltung und den Schutz der natürlichen Welt einsetzen", sagte er damals. Als Bezos Anfang des Jahres von der Spitze von Amazon zurücktrat, sagte er, dass er mehr Zeit für seine philanthropischen Bemühungen, einschließlich des Earth Fund, aufwenden wolle.

Aber Bezos wird auch dafür kritisiert, dass er an Bord seines 65 Millionen Dollar (56 Millionen Euro) teuren Privatjets Gulfstream G650ER zum Klimagipfel angereist war. Als er noch Amazon-CEO gewesen war, sah er sich wiederholt dem Druck seiner Angestellten ausgesetzt. Sie forderten, dass das Unternehmen mehr für den Kampf gegen den Klimawandel tun sollte. Bezos hatte zuvor versprochen, dass Amazon bis 2040 kohlenstoffneutral sein werde.

Dieser Text wurde von Mascha Wolf aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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