Jeff Bezos startet heute mit seiner Firma Blue Origin ins All – hier könnt ihr per Livestream zugucken

·Lesedauer: 2 Min.
New Shepard startet mit Jeff Bezos an Bord in den Weltraum.
New Shepard startet mit Jeff Bezos an Bord in den Weltraum.

Der nächste Milliardär startet ins All: Nur rund zehn Tage nach Richard Branson will heute auch Amazon-Gründer Jeff Bezos mit seinem Raumschiff ins All starten. Der Start sollte ursprünglich um 15 Uhr deutscher Zeit stattfinden, verspätet sich jedoch um 12 Minuten. Bei dem ersten bemannten Weltraumflug seiner Firma Blue Origin ist neben dem US-Unternehmer auch sein Bruder Mark sowie eine 82 Jahre alte frühere US-Pilotin und ein 18-Jähriger, dessen Vater ihm den Flug geschenkt hat, an Bord. Dass Bezos seinen Flug ausgerechnet am 20. Juli durchführt, ist übrigens kein Zufall: Vor genau 52 Jahren fand die erste Mondlandung statt.

Das Spektakel könnt ihr über einen Livestream über die Website blueorigin.com oder über Youtube in Echtzeit mitverfolgen:

https://www.youtube.com/watch?v=tMHhXzpwupU

Außerdem könnt ihr den Flug ins All in den sozialen Netzwerken über die Hashtags #NewShepard und #NSFirstHumanFlight verfolgen, der offizielle Twitter-Account lautet @BlueOrigin.

https://twitter.com/blueorigin/status/1417251070989029376?s=20

Nach dem Start soll die New Shepard innerhalb von zwei Minuten auf mehr als 3700 Kilometer pro Stunde beschleunigen. Nach drei Minuten soll die Schwerelosigkeit einsetzen, bevor die dann abgetrennte Kapsel ihren höchsten Punkt in mehr als 100 Kilometer Höhe über der Erde erreicht. Danach soll sie wieder in die Erdatmosphäre eintreten und durch große Fallschirme abgebremst in der texanischen Wüste landen. Insgesamt soll der Trip rund zehn Minuten dauern.

Die 82-jährige frühere US-Pilotin Wally Funk wäre der älteste Mensch, der je ins All geflogen ist - der 18-jährige Oliver Daemen der jüngste. Daemens Vater, der niederländische Investment-Banker Joes Daemen, hatte bei der Auktion für den vierten Platz an Bord der New Shepard im Juni mitgemacht, war aber überboten worden. Der Sieger der Auktion, der 28 Millionen Dollar geboten hatte und zunächst weiter anonym bleiben wollte, könne wegen eines "Terminkonflikts" diesmal nicht dabei sein und werde zu einem späteren Zeitpunkt starten, hieß es von Blue Origin. Wieviel Geld Daemen nun für den Flug gezahlt hat, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Richard Branson war bereits erfolgreich

Bereits vor rund zehn Tagen hatte mit Branson bereits ein anderer Milliardär mit seinem eigenen Raumschiff einen Kurzausflug ins All unternommen. Die VSS Unity seiner Firma Virgin Galactic stieg am 11. Juli im US-Bundesstaat New Mexico auf eine Höhe von etwa 86 Kilometern auf. Unter Experten ist es damit strittig, ob Branson tatsächlich im Weltraum war: Der Internationale Luftfahrtverband (FAI) und viele andere Experten sehen zwar 100 Kilometer über der Erde als Grenze zum Weltraum an, es gibt jedoch keine verbindliche internationale Regelung.

Die Milliardäre erhoffen sich neben der Erfüllung eigener Träume auch einen Einstieg in das Geschäft mit dem Weltraumtourismus. Kritiker werfen ihnen vor, ohne Rücksicht auf das Klima und weitgehend ohne wissenschaftliche Forschungsinteressen sehr viel Geld zu verschwenden.

Mit Material der dpa

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