Je höher das Einkommen, desto größer die Entlastung

Union und SPD planen die Rückkehr zur Beitragsparität in der gesetzlichen Krankenversicherung - das Verbraucherportal Verivox hat den Unterschied zur geltenden Regel für verschiedene Einkommensbezieher ausgerechnet. Der Zusatzbeitrag, der je nach Krankenkasse unterschiedlich ist, wird dabei mit durchschnittlichen 1,1 Prozent angenommen. Je mehr jemand verdient, desto größer ist für ihn die mögliche Entlastung.

Bei einem Monatseinkommen von 2000 Euro zum Beispiel beträgt der jährliche Beitrag der Versicherten laut Verivox derzeit 2016 Euro. Bei paritätischer Finanzierung würde dieser Beitrag um 132 Euro auf 1884 Euro sinken.

Bei einem Monatseinkommen von 4000 Euro beträgt der jährliche Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung laut Verivox 4032 Euro. Die Ersparnis bei paritätischer Finanzierung betrüge demnach 264 Euro.

Die Höchstgrenze, bis zu der Krankenversicherungsbeiträge gezahlt werden, sind 4425 Euro Einkommen im Monat. Hier beträgt der Beitrag laut Verivox 4460,40 Euro im Jahr. Die Entlastung würde bei diesem Einkommen demnach 292,05 Euro ausmachen.

Im Abschlusspapier zu den Sondierungen von Union und SPD heißt es: "Wir werden die Parität bei den Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung wieder herstellen." Damit sollen im Falle einer Neuauflage der großen Koalition die Krankenkassenbeiträge wieder zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bezahlt werden.

Bislang teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer zwar den Einheitsbeitrag von 14,6 Prozent zu gleichen Teilen. Mehrbelastungen müssen die Versicherten aber in Form der Zusatzbeiträge alleine tragen.