Japans Atomaufsicht genehmigt Fukushima-Betreiber erstmals Reaktor-Neustart

Atomruine von Fukushima

Die japanische Atomaufsicht hat dem Betreiber des Akw Fukushima erstmals seit der Atomkatastrophe eine Wiederinbetriebnahme von Reaktoren genehmigt. Die Behörde bescheinigte dem Unternehmen Tepco am Mittwoch, dass zwei Reaktoren in der zentraljapanischen Anlage Kashiwazaki-Kariwa die erhöhten Sicherheitsauflagen erfüllen, wie ein Behördenvertreter der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Bevor Tepco die Atomreaktoren neu starten kann, müssen allerdings noch örtliche Behörden dem Plan zustimmen. Das könnte Jahre dauern. Das japanweit größte Atomkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa ist seit dem Unglück von Fukushima im März 2011 nicht mehr in Betrieb.

Damals waren alle Atomanlagen in Japan abgeschaltet worden. 2015 wurden im Südwesten Japans die ersten zwei Reaktoren wieder ans Netz genommen. Nach und nach wurden auch weitere Reaktoren hochgefahren.

In Fukushima ereignete sich nach einem schweren Erdbeben und einem Tsunami im März 2011 das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe 1986. Weil das Kühlsystem ausfiel, kam es in drei der sechs Reaktoren zu Kernschmelzen. Als Reaktion auf die Katastrophe verschärfte die japanische Regierung die Sicherheitsvorschriften für Atomkraftwerke.