Japan stoppt Zivilschutzübungen für mögliche Raketenangriffe aus Nordkorea

Nach dem historischen Gipfel zwischen den USA und Nordkorea haben die japanischen Behörden Zivilschutzübungen für mögliche Raketenangriffe aus Nordkorea gestoppt. Ein Behördenvertreter aus Yaita bestätigte die Absage einer geplanten Evakuierungsübung

Nach dem historischen Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong haben die japanischen Behörden Zivilschutzübungen für mögliche Raketenangriffe aus Nordkorea gestoppt. Die japanische Regierung bestätigte entsprechende Medienberichte am Donnerstag zwar nicht. Ein Behördenvertreter aus der Stadt Yaita bestätigte aber die Absage einer geplanten Evakuierungsübung mit 800 Beteiligten, darunter 350 Schulkinder.

Nordkorea hatte im vergangenen Jahr zwei Raketen über Japan hinweg geschossen. Die Raketentests und damit einhergehende Drohungen aus Pjöngjang sorgten in Japan für Panik und große Empörung. Die japanischen Behörden hatten danach mit Notfall- und Evakuierungsübungen begonnen. Im Frühjahr gab es auch in der Hauptstadt Tokio eine erste Übung mit einigen hundert Teilnehmern, bei der Einsatzkräfte und Zivilisten die Reaktion auf eine militärische Attacke simulierten.

Ein Behördenvertreter aus Yaita nördlich von Tokio bestätigte der Nachrichtenagentur AFP nun die Absage einer für kommende Woche geplanten Evakuierungsübung. Zur Begründung verwies er auf Anweisungen aus Tokio. Ein Regierungssprecher dort wollte sich nicht dazu äußern. Er verwies auf eine für Freitag geplante Bekanntgabe zu Notfalltrainings.

Der nordkoreanische Machthaber Kim hatte US-Präsident Trump bei einem Gipfeltreffen am 12. Juni eine komplette atomare Abrüstung seines Landes zugesichert. Nähere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen wurden jedoch nicht vereinbart.