Janet Yellen zieht sich aus Fed-Führung zurück

Sie möchte alles tun, um einen reibungslosen Übergang an der Fed-Spitze zu gewährleisten, schreibt US-Notenbankchefin in einem Brief an Trump. Ist ihr Nachfolger im Amt, möchte sie sich gänzlich zurückziehen.


Die scheidende Fed-Chefin Janet Yellen will sich nach dem Amtsantritt ihres Nachfolgers Jerome Powell aus dem Vorstand der US-Notenbank zurückziehen. Sie werde ihr Äußerstes tun, um einen reibungslosen Übergang an der Fed-Spitze zu gewährleisten, teilte Yellen am Montag in einem Brief an US-Präsident Donald Trump mit.

Yellens Amtszeit als Fed-Chefin endet am 3. Februar 2018. Sie hätte aber weiter der Führung der Notenbank angehören können. Dort endet ihre Amtszeit erst im Januar 2024.

Powell ist Anfang November von Trump als Yellens Nachfolger auserkoren worden. Seine Bestätigungsanhörung vor dem Senat ist für die kommende Woche geplant. Es war das erste Mal in vier Jahrzehnten, dass der Person auf Chef-Posten der Fed keine zweite Amtszeit angeboten wurde. Trump betonte zwar, er halte viel von Yellen, wolle während seiner Präsidentschaft der US-Notenbank aber sein eigenes Profil verpassen.



Der Vorsitzende des Finanzausschusses des Repräsentantenhauses, der sich mit Yellen häufig wegen finanzpolitischer Entscheidungen in die Haare bekommen hatte, sprach Yellen seinen Respekt aus. Es gebe keine Zweifel, dass Yellen einen fähigen Dienst an die Gesellschaft geleistet habe, so Jeb Hensarling.