Jan Josef Liefers: Mit Coolness-Faktor gegen die Flitzpiepigkeit

Schauspieler Jan Josef Liefers ist Vater von vier Kindern

Es gibt eine Zeit im Leben jeder Familie, die als Ausnahmezustand und Nervenprobe bezeichnet werden kann – sowohl für die Kinder als auch für die Eltern: die Pubertät. Jan Josef Liefers, selbst Vater von vier Kindern, eines davon in der Reifezeit, spielt die Hauptrolle in "Das Pubertier". Die Komödie von Leander Haußmann nach dem gleichnamigen Buch von Jan Weiler läuft seit dem 6. Juli im Kino. Ein Gespräch über Medikamentenmissbrauch, Freiheit und Liebeserklärungen.

Sie haben eine 14-jährige Tochter und sind damit bestens geeignet für den Film. Wie sind Ihre Erfahrungen in Sachen Pubertät?

Jan Josef Liefers: Unsere privaten Geschichten will ich nicht erzählen, denn es ist ja auch die Privatsache meiner Tochter. Aber man erlebt es ja jeden Tag im Freundes- und Bekanntenkreis. Und das Schöne an den Geschichten von Jan Weiler ist, dass die Leute sie wie ein Comic relief, eine befreiende Komik, ihres Alltags erfahren. Der Film ist natürlich etwas auf die Spitze getrieben, aber man kann mal 90 Minuten über Dinge lachen, über die man, wenn es im eigenen Leben stattfindet, nicht so lachen kann.

Für wen ist es schlimmer, die Kinder oder die Eltern?

Es ist ein großes Dilemma dieser Zeit, dass das, was man den Kindern an Schutz angedeihen lassen will, aus der größtmöglichen Liebe kommt, aber von den Kindern als das genaue Gegenteil wahrgenommen wird. Als Unterdrückung, als Einengung, das ist ein unauflösbares Paradoxon. Da kann man Ratgeber lesen noch und nöcher: Es ist ein Prüfstand für ...

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