James Cameron: "Wonder Woman" ist ein Rückschritt

James Cameron: "Wonder Woman" ist ein Rückschritt

Als "Wonder Woman" in die Kinos kam, stand fest: Die Superheldin ist das Paradebeispiel für eine starke Frau – sowohl vor als auch hinter der Kamera. Einer sieht das allerdings ganz anderes. Regisseur James Cameron hält die Comic-Verfilmung für einen Rückschritt.

"Das ganze sich selbst auf die Schulter Geklopfe Hollywoods in Bezug auf 'Wonder Woman' war einfach nur töricht", findet der Filmemacher im Gespräch mit "The Guardian". "Sie ist eine Ikone, die zum Objekt gemacht wurde. Das männlich-dominierte Hollywood macht wieder das, was es immer macht. Ich sagte nicht, dass mir der Film nicht gefallen hätte, aber für mich ist es ein Schritt zurück."

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Ganz anders sehe es hingegen mit 'Sarah Connor' aus der "Terminator"-Reihe aus, bei der James Cameron Regie führte. Im Gegensatz zu 'Wonder Woman' sei 'Connor' eine echte Feministin. "'Sarah Connor' war keine Beauty-Ikone. Sie war stark, sie hatte Probleme, sie war eine schreckliche Mutter und sie hat sich den Respekt des Publikums durch puren Schneid verdient", erklärt Cameron. "Für mich sind die Vorzüge von Charakteren wie 'Sarah' einfach offensichtlich. Ich meine, die Hälfte des Publikums ist weiblich."

Augenscheinlich will James Cameron damit andeuten, dass 'Wonder Woman' zwar in irgendeiner Weise eine toughe Frau ist, hinter ihrer Fassade aber nichts, als nur ein schönes Dummchen steckt. Der 63-Jährige gibt die Hoffnung aber trotzdem nicht auf, dass es in Zukunft mehr gestandene Filmheldinnen in der Traumfabrik geben wird.

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