Schwacher Euro, starker Bitcoin


Das Aus für die Jamaika-Sondierungsgespräche über eine neue Regierung in Deutschland hat den Euro hat am Montag unter Druck gesetzt. Am späten Vormittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1789 US-Dollar – und damit weniger als vor dem Bekanntwerden des Abbruchs durch die FDP. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1795 Dollar festgesetzt.

Die Bewegungen des Euro-Kurses seien teils zwar signifikant, aber nicht dramatisch, sagte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. „Wie es politisch in Berlin weitergeht, kann man heute Morgen nur schwer beurteilen. Jedoch ist das momentan gar nicht das Thema am Devisenmarkt.“ Entscheidender seien die Entwicklung der Konjunktur und die anstehende Drosselung der EZB-Geldspritzen.



Am späten Sonntagabend hatte sich die FDP aus den Sondierungsgesprächen mit Union und Grünen verabschiedet. Die wochenlangen Bemühungen um eine konservativ-linksliberale Koalition scheinen damit gescheitert zu sein. Die politischen Verhältnisse im wichtigsten Wirtschaftsland der Eurozone sind somit unübersichtlich geworden. Sowohl Deutschland als auch der Euro-Raum waren zuletzt aber robust gewachsen, was den Euro beflügelt hatte.

Der Höhenflug des Bitcoins geht derweil weiter: Die Krypto-Währung kletterte am Montag zeitwiese um mehr als fünf Prozent – auf ein Rekordhoch von 8099,99 Dollar. Die Aussicht auf eine Einführung eines Bitcoin-Futures in den USA halte Investoren bei Laune, sagte Timo Emden, Deutschland-Chef des Online-Brokers DailyFX. Damit rücke die Marke von 10.000 Dollar ins Visier.





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