Jamaika: Differenzen bei Thema Klima prallen aufeinander

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - In den Jamaika-Verhandlungen sind die kontroversen Vorstellungen von CDU, CSU, FDP und Grünen beim Thema Klimaschutz frontal aufeinandergeprallt. Hinter verschlossenen Türen lägen die Positionen wie erwartet deutlich auseinander, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Teilnehmerkreisen in Berlin.

Nach weiteren Informationen warfen die Grünen der FDP vor, nicht zu den vereinbarten Klimazielen zu stehen. Die FDP habe "heftigst" widersprochen, hieß es. Die Grünen forderten demnach strengere nationale Ziele als im Pariser Klimaschutzabkommen verlangt. Die FDP verweise dagegen wiederum auf das Pariser Abkommen.

Der Grünen-Verhandler Robert Habeck, Umweltminister in der Jamaika-Koalition von Schleswig-Holstein, warf der FDP nach Informationen von Verhandlungsteilnehmern vor, gegen die Klimaschutzziele zu sein. Obwohl die Liberalen dies zurückgewiesen hätten, sei Habeck bei seinem Vorwurf geblieben. Von anderer Seite hieß es zugleich, nicht jede inhaltliche Auseinandersetzung müsse immer sofort zu einem großen Krach stilisiert werden.

In der Klimapolitik sind die Grünen weit von der Union und der FDP entfernt. Sie fordern unter anderem, die 20 schmutzigsten Kraftwerke sofort abzuschalten. Zudem streben die Grünen den kompletten Ausstieg bis 2030 an. Das Klimaabkommen von Paris sieht vor, dass Staaten sich zur Reduktion ihres Treibhausgas-Ausstoßes verpflichten, es gibt keine nationalen Ziele vor.