Ein Jahr nach der Schelte: Yaco Racing kehrt ins GT-Masters zurück

Heiko Stritzke

Das private Team Yaco Racing wird nach einem Jahr Auszeit ins GT-Masters zurückkehren, dem es vor einem Jahr noch bescheinigt hatte, "seinen Charakter verloren" zu haben. Jetzt ist die Mannschaft von Uwe Geipel mit einer klassischen Youngster-Routinier-Paarung zurück.

Gesteuert wird der Audi R8 LMS vom 20-jährigen Nachwuchsfahrer Simon Reicher und Routinier Norbert Siedler, beide aus Österreich. Reicher arbeitet schon seit mehreren Jahren mit Yaco Racing zusammen und ging unter anderem in der TCR Germany und der GTC-Serie an den Start. Hinzu kamen zwei Läufe im GT-Masters 2019 mit T3 Motorsport. Siedler ist seit Jahren eine bekannte Größe im GT-Sport.

Yaco Racing trat bereits von 2012 bis 2018 im GT-Masters an und setzt seit 2013 Rennwagen von Audi ein. In dieser Zeit gelangen dem Rennstall mit Philip Geipel und Rahel Frey zwei Siege. Das Comeback des Teams haben Simon Reicher und sein Vater Peter in die Wege geleitet.

Junior und Routinier: Simon Reicher soll von Norbert Siedler lernen

Junior und Routinier: Simon Reicher soll von Norbert Siedler lernen ADAC Motorsport

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Das Team feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Der R8 LMS des Rennstalls bekommt dafür ein rot-weiß-rotes Design - eine Referenz an das österreichische Fahrerduo, den Start unter österreichischer Flagge und die Firmenfarben von Yaco Racing.

Teamchef Uwe Geipel sieht die kommende Saison als Entwicklungsjahr. "Ich bin froh, Norbert Siedler als schnellen und erfahreneren Mentor für Simon Reicher in unserem Team zu haben. Wir wollen Simon Schritt für Schritt kontinuierlich aufbauen. Unser Ziel ist, dass am Jahresende ein deutlicher Fortschritt erkennbar ist. Dann haben wir alles richtig gemacht. Simon hat viel Talent, und das wollen wir behutsam fördern und ausbauen."

Ziel: Reicher zum Topfahrer aufbauen

Siedler selbst freut sich über seine Rückkehrer ins GT-Masters. Er hat mit dem Red Bull 2011 bislang einen Sieg in der deutschen GT3-Meisterschaft auf dem Konto. Zuletzt trat er 2018 im GT-Masters an.

"Es ist toll, wieder im GT-Masters antreten zu können", so der 37-Jährige. "Ich habe mich im Dezember mit Peter Reicher getroffen, und er hat mir erzählt, was er vorhat. Wir haben uns sofort gut verstanden und uns schnell geeinigt."

Das Team präsentiert sich und seine Fahrer auf dem Salzburgring

Das Team präsentiert sich und seine Fahrer auf dem Salzburgring ADAC Motorsport

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"Ich freue mich auf meine Rolle als Mentor für Simon. Ich möchte ihm mit meiner Erfahrung weiterhelfen, damit er sich in die richtige Richtung weiterentwickelt. Mit Yaco Racing haben wir ein gutes Team, das bereits zahlreiche Erfolge im GT-Masters gefeiert hat. Die Serie ist wieder sehr stark besetzt, aber unser Ziel sollten Top-Platzierungen sein."

Teamkollege Simon Reicher, der 2019 vier Rennen im GT-Masters bestritt und zuvor in der TCR Germany startete, blickt gespannt auf seine erste komplette Saison in der Serie. "Ich hoffe, dass wir einige gute Platzierungen einfahren werden, aber was ich mir noch mehr erhoffe, ist, dass ich durch die Zusammenarbeit mit Norbert sehr viel lernen und mitnehmen kann", so der 20-Jährige.

Auf sein Team Yaco Racing hält der Österreicher große Stücke: "Das Team hat ein großes Know-how und ist technisch sehr gut aufgestellt. Und auch menschlich passt alles. Da kann es nicht besser laufen."

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.