Ein Jahr danach - Denkmal für Amoklauf-Opfer: Für die Liebe und die Ewigkeit

Roberta De Righi

Die Münchner Künstlerin Elke Härtel hat das Denkmal für die Opfer des Amoklaufs entworfen.

München - Es soll ein Ring für die Ewigkeit sein. Die Münchner Künstlerin Elke Härtel entwarf das Denkmal für die Opfer des Münchner Amoklaufes, das an diesem Samstag an der Hanauer Straße gegenüber vom Olympia-Einkaufs-Zentrum eingeweiht wird.

Sie schuf einen 2,50 Meter hohen Ring, der ein Stück weit im Boden versinkt und einen neu gepflanzten Gingko-Baum umfängt. Seine Ringkrone besteht aus neun in Smaragdform geschliffenen Elementen, die auf ihrer Innenseite die Bilder der Ermordeten tragen.

Es muss öffentliches und persönliches Gedenken ermöglichen

"Für Euch" – diese Widmung ist zugleich der Titel des Kunstwerks. "Als Schmuckstück steht der Ring für Liebe, Verbundenheit und eben für die Ewigkeit", erläutert Härtel. "In Erinnerung an alle Opfer des Amoklaufs" wurde in den Ring graviert, die Porträts der Toten werden als Lasergravuren auf sandgestrahlte Metallplatten auf der Innenseite der "Steine" aufgebracht.

Bereits am 29. Juli 2016 hatte der Stadtrat die Errichtung eines Gedenkortes angeregt. Im November schrieb das Kulturreferat den Wettbewerb aus, zu dem sieben Künstler eingeladen wurden, im Februar wurde das Ergebnis veröffentlicht.

Das Denkmal entstand also in Rekordzeit. Dabei ist es eine anspruchsvolle und höchst sensible Aufgabe, da das Memorial öffentliches und persönliches Gedenken würdevoll repräsentieren soll und zugleich der Trauer der Angehörigen gerecht werden muss.
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