Jüngstes Opfer RB: Der Fluch des Tabellenzweiten

Matthias Schreiber
Timo Werner rutschte mit RB Leipzig nach der Niederlage beim SC Freiburg auf den dritten Tabellenplatz ab, den die Sachsen am Sonntag noch verlieren könnten

"Best of the rest": Nach fünf Titeln in Folge geht es in der Bundesliga derzeit eigentlich nur noch darum, wer sich als Zweiter hinter dem FC Bayern positioniert.

Nachdem die Münchner am 9. Spieltag mit einem 2:0 gegen RB Leipzig die Tabellenführung übernahmen, lastet allerdings ein kurioser Fluch auf dem Tabellenzweiten der Bundesliga. (Die Tabelle der Bundesliga)

Egal ob Dortmund, Leipzig oder Schalke, kein Tabellenzweiter konnte seitdem mehr ein Spiel gewinnen.

RB jüngstes Opfer

Jüngstes Beispiel: Am 19. Spieltag gelang dem SC Freiburg der Überraschungscoup gegen das Team von Ralph Hasenhüttl, das in der Folge den Platz hinter der Sonne an die formstarken Leverkusener abgeben musste, die mit 4:1 in Hoffenheim gewannen.


Am Sonntag könnte Schalke mit einem Sieg gegen Hannover theoretisch an der Werkself vorbeiziehen, aber will das Team von Trainer Domenico Tedesco das auch wirklich?

Fluch erwischte auch BVB und Schalke

Als Erzrivale Dortmund am 10. Spieltag auf den zweiten Tabellenplatz abrutschte, folgte prompt die Niederlage gegen den FC Bayern - und Leipzig setzte sich auf Rang zwei.

Der Vizemeister verdaddelte in der Folge aber das Spiel in Leverkusen und verlor seinerseits den zweiten Platz wieder an Schalke 04.

In gewisser Weise gab das den Königsblauen auch Rückenwind, konnte man im Revierderby doch ein 0:4 noch in ein Unentschieden umwandeln. Aber: Wieder gelang dem Zweiten kein Sieg.


Leipzig war sogar wieder Zweiter, weil es gegen Bremen gewann.

Bittere Folge: Ein 0:4 gegen Hoffenheim und ein 2:2 gegen Mainz. Das dritte sieglose Spiel in Folge, ein 1:1 gegen Wolfsburg, bewirkte dann, dass sich Schalke mit einem Sieg gegen Augsburg wieder vor die Sachsen setzte.

S04 oder Leverkusen können Fluch brechen

Mit einem Unentschieden in Frankfurt verabschiedete sich Schalke schließlich als Vize-Halbzeitmeister in die Winterpause, doch die Freude währte nicht lange.

Im direkten Duell setzte es am 18. Spieltag dann eine Niederlage gegen Leipzig, die damit wieder auf Rang zwei vorrückten - bis zur Niederlage in Freiburg am Samstagnachmittag.

Als neuer Tabellenzweiter darf sich nun die Werkself aus Leverkusen probieren - oder erneut die Schalker, sollte es am Sonntag (ab 17.30 Uhr im LIVETICKER) mit einem Heimsieg gegen Hannover klappen.

Nächster Gegner der Elf von Heiko Herrlich wäre Mainz 05, Schalke spielt bei Aufsteiger Stuttgart - und irgendwie auch gegen den Fluch des Tabellenzweiten.