Jüdische Siedler willigen in Räumung von Außenposten im Westjordanland ein

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Protest von Palästinensern gegen die jüdische Siedlung

Nach wochenlangen Protesten der Palästinenser haben jüdische Siedler eingewilligt, einen neuen Außenposten im Westjordanland vorerst aufzugeben. Laut der am Montag erzielten Einigung, die von Anführern der Siedler und vom israelischen Innenministerium bestätigt wurde, verlassen die Siedler den Außenposten Eviatar binnen weniger Tage. Ihre behelfsmäßigen Unterkünfte sollen allerdings dort bleiben. Außerdem werde die israelische Armee einen Außenposten in dem Gebiet errichten.

Nach Angaben von Siedlerführer Yossi Dagan willigte das israelische Verteidigungsministerium ein, die Aussichten für eine künftige Siedlung in Eviatar zu prüfen. Außer Verteidigungsminister Benny Gantz segneten demnach auch Regierungschef Naftali Bennett und Innenministerin Ajelet Schaked die Vereinbarung ab.

Im Mai waren etwa 50 jüdische Familien nach Eviatar nahe Nablus gezogen und hatten dort Hütten und Zelte errichtet oder in Wohnwagen gelebt. Mit ihrer Siedlung auf Land, das die Palästinenser für einen künftigen eigenen Staat beanspruchen, verstießen die Siedler gegen israelisches und internationales Recht.

Die Bewohner des nahegelegenen palästinensischen Ortes Beita reagierten auf die Besiedlung mit nächtlichen Protesten. Um die Siedler zu vertreiben, machten sie Lärm, blendeten sie mit Laserstrahlern und verbrannten Autoreifen.

Die Proteste wurden am Montag fortgesetzt. Der stellvertretende Chef der Gemeindeverwaltung von Beita, Mussa Hamajel, sagte der Nachrichtenagentur AFP, seine Gemeinde habe den Kompromiss mit den jüdischen Siedlern "komplett zurückgewiesen".

yb/fwe

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