Jörg Schmadtke: "Ich kann Anthony Modeste nicht den Mund verbieten"

Schmadtke hat sich zu seinem Ex-Schützling Modeste geäußert. Er könne ihm zwar nicht den Mund verbieten, will sich aber auf die Zukunft fokussieren.

Geschäftsführer Jörg Schmadtke vom 1. FC Köln hat Anthony Modeste für dessen häufige Äußerungen über die Situation bei seinem Ex-Verein kritisiert.

"Wir tun gut daran, in die Zukunft zu blicken. Es bringt niemandem etwas, rückwärts zu schauen. Es ist daher nicht gut, dass er die Situation zusätzlich immer wieder befeuert", sagte Schmadtke im kicker zu den Einschätzungen des Angreifers, der den FC im Sommer in Richtung China zu Tianjin Quanjian verließ.

Der Verein müsse sich davon "emanzipieren": "Ich kann und will ihm nicht den Mund verbieten. Aber ich kann ihm raten, darüber nachzudenken, wem er damit hilft", führte Schmadtke weiter aus.

Schmadtke als "Punchingball"

Dass er selbst in der sportlichen Krise der Kölner häufig im Zentrum der Kritik stehe, stört den 53-Jährigen nur bedingt: "Ich muss das ertragen und das gelingt mir auch, solange wir nicht dahin kommen, dass ich als Person diskreditiert werde. Es hat den unschätzbaren Vorteil, dass Trainer und Spieler in Ruhe arbeiten können. Dann bin ich gerne der Punchingball."

Mit dem Worst Case Abstieg will sich Schmadtke nach nur einem Punkt aus den ersten sieben Saisonspielen nicht beschäftigen: "Dazu haben wir viel zu viel Vertrauen, sowohl in die Trainer als auch in die Spieler. Es gibt unheimlich viele Punkte, die für diese Mannschaft sprechen. Da steht sehr viel Vertrauen hinter diesem Team, und das ist nicht einfach so daher gesagt."