IWF korrigiert Wachstumsprognose für die USA nach unten

Unter Hinweis auf das bisherige Ausbleiben konkreter Reformpläne von US-Präsident Donald Trump hat der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognose für die USA nach unten korrigiert. Die Experten rechnen nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von jeweils 2,1 Prozent im laufenden und kommenden Jahr

Unter Hinweis auf das bisherige Ausbleiben konkreter Reformpläne von US-Präsident Donald Trump hat der Internationale Währungsfonds (IWF) die Wachstumsprognose für die Vereinigten Staaten nach unten korrigiert. In einem am Dienstag in Washington veröffentlichten Bericht wird nun nur noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von jeweils 2,1 Prozent im laufenden sowie im kommenden Jahr gerechnet.

Damit setzte der Fonds seine vorherige Prognose um 0,2 beziehungsweise 0,4 Prozentpunkte herab. Die optimistischere frühere Schätzung hatte der IWF unter anderem mit Wachstumsimpulsen begründet, die von den Steuersenkungsvorhaben der Trump-Regierung zu erwarten seien.

Zur Begründung der Korrektur führten die Währungsexperten nun an, dass über viele Details der US-Wirtschaftspolitik "noch nicht entschieden" sei. Dies sei aus Gesprächen des Fonds mit Vertretern der US-Regierung hervorgegangen.

Die IWF-Experten machten auch deutlich, dass sie die Vorhaben der Trump-Regierung teilweise kritisch sehen. Zwar begrüßten sie den Plan, die Staatsschulden zu reduzieren und bei den Staatsausgaben einen Schwerpunkt auf Investitionen in die Infrastruktur zu legen. Doch bemängelten sie unter anderem, dass die in den Haushaltsplänen der US-Regierung vorgesehenen Einschnitte übermäßig zu Lasten der Bürger mit niedrigen und mittleren Einkommen gingen.