IWF erneuert Warnung vor Gefahren für Weltwirtschaft

Sorge wegen protektionistischer Schranken: IWF-Direktorin Christine Lagarde. Foto: Jose Luis Magana/AP

Washington (dpa) - Trotz allgemein guter Konjunkturaussichten hält der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Warnungen vor drohenden Gefahren für die Weltwirtschaft aufrecht.

«Wachsende finanzielle Verwundbarkeiten, wachsende Spannungen im Handel und der Geopolitik und ein historisch hoher Schuldenstand bedrohen die globalen Wachstumsaussichten», hieß es bei der Frühjahrstagung des IWF in Washington in der Abschlusserklärung des IWF-Finanzkomitees.

Der IWF hatte in dieser Woche ein globales jährliches Wachstum von 3,9 Prozent vorhergesagt. Schulden und Protektionismus bedrohten dieses. Investitionen und Handel seien die Treiber eines breiten Wachstums, so der IWF.

Die Organisation mahnte ihre Mitgliedsländer, angesichts alternder Gesellschaften und lauer Produktivität das «Fenster der Gelegenheit» zu nutzen, um mit Strukturreformen und Schuldenabbau den gegenwärtigen Aufschwung zu stützen und widerstandsfähig auszubauen.

IWF-Direktorin Christine Lagarde sagte, sie habe bei den Gesprächen über den Handel während des Treffens eine Atmosphäre des Dialogs ausgemacht. Es sei aber auch anhaltend die Sorge formuliert werden, dass vielerorts protektionistische Schranken hochgefahren würden. Dies dürfte vor allem an die Adresse der beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China gerichtet gewesen sein, die sich gegenseitig mit Strafzöllen bedrohen und belegen wollen.

Lagarde sagte, die beiden Länder müssten ihren Dialog dringend fortsetzen: friedlich, diskret und stetig. Ein regelbasierter, fairer Welthandel sei unabdingbar.