IWF-Chefin sieht in jüngsten Kursstürzen "notwendige Korrekturen"

IWF-Chefin Lagarde in Dubai

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat die jüngsten Kursstürze an den Börsen als "notwendige Korrekturen" auf den Finanzmärkten eingestuft. "Die Fluktuationen auf den Märkten, die wir in den vergangenen Tagen erlebt haben, beunruhigen mich nicht", sagte Lagarde am Sonntag beim Weltregierungsgipfel in Dubai. Sie sehe darin "eindeutig notwendige Marktkorrekturen".

"Ich würde mich nicht darauf konzentrieren, was in den vergangenen Tagen passiert ist, sondern auf die Notwendigkeit eines Wandels", riet die IWF-Chefin.

Der US-Leitindex Dow Jones war in den vergangenen Tagen mehrfach auf deutlich Talfahrt gegangen. Dadurch wurden auch die Börsen in Europa und Asien ins Minus gezogen.

Einer der Hauptgründe für die Nervosität an den US-Finanzmärkten ist paradoxerweise die gute Lage der dortigen Wirtschaft. Die im jüngsten US-Arbeitsmarktbericht registrierten robusten Lohnzuwächse könnten die derzeit niedrige US-Inflation nach oben treiben.

Dies wiederum könnte die US-Notenbank dazu veranlassen, stärker als bislang geplant an der Zinsschraube zu drehen, um den Preisanstieg unter Kontrolle zu halten. Zur Kehrseite höherer Zinsen gehört, dass sie Darlehen in der Regel verteuern und damit die Investitionsbereitschaft von Unternehmen senken.